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  Dialoginterpretation leben des galilei bild 8

Dialoginterpretation Bertolt Brecht „Leben des Galilei- Bild 8" Bertolt Brecht wurde am 10.02.1898 in Augsburg geboren und starb am 14.08.1956 in Berlin. 1938/39 verfasste er im Exil in Dänemark das Schauspiel „Leben des Galilei" .

Das vorliegende Bild stellt einen Dialog zwischen Galilei und dem kleinen Mönch dar. Galilei konnte nach mehreren Forschungen belegen, daß sich die Erde um die Sonne dreht, was jedoch dem ptolemäischen Weltsystem, also dem kirchlichen Weltbild, widersprach. Zwar wurde ihm diese Entdeckung von den Astronomen des Collegium Romanium bestätigt, doch verlangte die Kirche von ihm, seine Meinung aufzugeben und somit der Verbreitung dieser Entdeckung ein Ende zu setzen. Einige Zeit nach diesem Gespräch wird Galilei von einem Mönch aufgesucht. Der Mönch, welcher sich auch für Astronomie interessiert, erklärt Galilei, daß er sich der Astronomie entsagen möchte und will ihm nun die Beweggründe dafür schildern. Er erklärt ihm, was sein fortwährendes Forschen für Auswirkungen haben wird und versucht ihm zu verdeutlichen, weshalb es besser wäre, wenn Galilei seine Behauptung hinsichtlich des ptolemäischen Weltsystems zurückziehen würde.

Jedoch hält Galilei an seinem Standpunkt fest uns lässt sich von diesem durch nichts abbringen. Nachdem der Mönch bemerkt, daß er Galilei nur zornig, anstatt nachdenklich macht, schweigt er, und gibt seinem noch bestehenden Drang nach Wissen nach und vertieft sich daraufhin in Galileis Aufzeichnungen. Am Anfang des Dialogs schildert der Mönch Galilei sein Leid. Er hatte sich selbst mit Galileis Behauptungen beschäftigt und genauer nachgeforscht. Nachdem er nach eigenen Beobachtungen zu derselben Erkenntnis kommt wie Galilei, bekommt er jedoch Probleme, diese Tatsache mit dem Dekret in Verbindung bzw. Einklang zu bringen.

Schließlich dreht sich, nach Auffassung der Kirche, alles um die Erde - die Erde ist der Mittelpunkt des Universums. Nachdem er jedoch das Dekret eingehender studiert hat, entscheidet er sich schließlich für das kirchliche Weltbild, anstatt der Wahrheit zuzusagen. Er meint, das Dekret hätte ihm "die Gefahren aufgedeckt, die ein allzu hemmungsloses Forschen für die Menschheit in sich birgt." Somit entsagt er sich der Astronomie. Jedoch möchte er Galilei die Gründe nennen, die ihn dazu bewegt haben. Galilei denkt in diesem Moment voraus und rechnet damit, daß der Mönch ihm die Kirche und ihre "Machtmittel" als Beweggrund nennt.

Diesem ist klar, welche Erklärung Galilei jetzt erwartet. Somit spricht er Galileis Gedanken im vornherein aus, um ihm zu zeigen, daß es sehr wohl noch andere Gründe gibt, diese „neue Lehre" aufzugeben. Beiden ist bewusst, welche außerordentlichen "Machtmittel" die Kirche besitzt. Jedoch beschreibt Galilei diese schon als "Folterinstrumente". Vielleicht möchte er damit einen Verweis auf die ihm ausgesprochene Ermahnung geben. Schließlich wäre es für ihn eine Folter, sein neu erlangtes Wissen, Wissen, welches die ganze Welt in einen Umschwung bringen könnte und das gesellschaftliche Denken neu definieren würde, nicht weiter verbreiten zu dürfen.

Er kennt die Wahrheit und soll dennoch den Mund halten. Für Galilei wäre dies garantiert eine Folter. Schließlich ist er ein großer Wissenschaftler und seine Berufung liegt darin, Neues zu erforschen und dieses der Menschheit preiszugeben. Jedoch würde er dies nicht um jeden Preis tun. Demnach behält er nun seine Meinung gegenüber der Öffentlichkeit, womit ich die breite Masse, und nicht enge Vertraute meine, für sich. Schließlich ist ihm sein Leben doch einiges wert.

Daraufhin zeigt der Mönch in einem sehr langem Dialogteil seine Gründe für das Beenden des astronomischen Forschens auf. Er berichtet ihm von seinen Eltern, arme Bauern, welche in der Campagna leben. Weiterhin geht er dazu über, ihren Glauben und die Bedeutung bzw. Folge dieses Glaubens zu erklären. Er schildert Galilei, daß ihnen das jetzige christliche Weltbild versichert, daß das Auge Gottes beschützend auf ihnen liegt und ihrem Handeln und Leiden einen Sinn gibt. Sie sind der Mittelpunkt des Universums und das ganze "Welttheater" ist um sie herum gebaut.

Dieses Denken gibt ihnen Sicherheit sowie ein Gefühl der Beschütztheit und den Leiden des armen Bauern einen Sinn. Damit geht der Mönch auf das damalige weltliche Bild ein ( Erde Mittelpunkt des Universums..) und die Gesellschaft, welche glaubt, daß die Kirche und ihre Mitglieder in Gottes Namen handeln. Desweiteren geht er auch auf die Folgen der von Galilei entdeckten Wahrheit ein. Er zeigt auf, was geschehen würde, wenn das Volk erfahren würde, daß das Jahrhunderte bestehende ptolemäische Weltsystem nicht mehr zutrifft.

Jahrelang hat das Volk seine Kraft aus dem Glauben geschöpft und nun soll ihnen dieser zunichte gemacht werden. Die Gesellschaft wäre dadurch verunsichert, da sie sehen würde, daß nichts mehr da ist, was ihrem Leben einen Sinn gibt. Sie würden nicht mehr verstehen, "wozu noch solche Geduld, solches Einverständnis in ihr Elend nötig oder gut" wäre. Weiterhin erklärt der Mönch, daß auch die Bedeutung der Heiligen Schrift durch Galileis Entdeckung in ein anderes Licht geraten würde. Sie hätte nämlich keine mehr, für den Großteil jedenfalls. Schließlich würden dann viele Dinge, welche in ihr enthalten sind, nicht mehr der Wahrheit entsprechen und würden somit ihre Glaubwürdigkeit verlieren.


Die Menschen würden sich nur noch als unbedeutende Individuen ansehen, welche sich auf "einem kleinen Steinklumpen befinden, der sich unaufhörlich drehend im leeren Raum um ein anderes Gestirn bewegt ". Auch würden sie nicht mehr den Sinn in ihrem Handeln und ihrer Unterwerfung sehen und sich betrogen und verraten fühlen. Das ganze Gesellschaftssystem würde zusammenbrechen, wenn die Bevölkerung erfahren würde, daß sie die ganze Zeit über belogen wurden. Die ganze Welt wäre in Unruhe und es würden schwierige Zeiten kommen. Wenn alles so bleiben würde, wie es ist, wäre der Seelenfrieden eines jeden gesichert. All die positive Bedeutung und Auswirkung des Dekrets zeigte dem Mönch eine gewisse "Seelen-güte" auf.

Und somit versucht der Mönch, nun auch Galilei von seinem Standpunkt zu über-zeugen und dadurch den Frieden der Gläubigen zu sichern. Jedoch beharrt Galilei auf seiner Meinung. Das Wiederholen des Wortes "Seelengüte" zeigt, wie wenig er an die Bedeutung des Dekrets glaubt. Er ist Idealist und will den Menschen die Augen öffnen. Das Wiedergeben des Wortes hat auf mich eine abfällige Wirkung, er verdammt die Seelengüte, da sie nur eine Heuchelei der Kirche ist. Die Kirche vermittelt, daß das Schuften der armen Bauern tugendhaft ist.

Jedoch lehnt Galilei dies ab. Er ist nicht der Auffassung, daß " Tugenden [...] an Elend geknüpft " sind. Er zeigt auf, daß es nicht darauf ankommt, wie hart man schuftet, sondern wie man als Person ist.

Die Bauern denken, daß sie nur tugendhaft und Gott entsprechend handeln, wenn sie selbst auf den Acker gehen und letztendlich erschöpft zu Grunde gehen. Doch Galilei will aufzeigen, daß dies nicht der Sinn ist. Erfindungen, wie z.B die Wasserpumpen, könnten den Menschen viel Arbeit ersparen und ihnen somit etwas Kraft wiedergeben. In dem letzten Teil seiner Äußerung spricht er eine wichtige Aussage der Kirche an. Es handelt sich darum, daß das Volk sich vermehren soll, die Äcker fruchtbar machen und somit bewirtschaften soll und somit mehr Profit für das Land bringt.

Galileis Meinung nach hat die Kirche dem Volk als Lebensaufgabe das Fortpflanzen und Schuften gegeben. Das Fortpflanzen, um die Arbeiter für das Feld zu sichern und den Verlust der Kriege auszugleichen, und das Schuften, um sich selbst und dem Land die Nahrung zu sichern ( sowie auch den finanziellen Gewinn für das Land). Würde nun die neuer Lehre verbreitet werden, würden die Menschen ihren Glauben verlieren und die Kirch würde ihre Machtposition verlieren, an welche sie sich verzweifelt klammert. Sie hätte kaum noch Einfluss auf die Bürger und könnte somit nicht mehr bestimmen, was getan werden darf und was nicht. Galilei denkt, daß dies die Beweggründe der Kirche sind, welche sie dazu veranlassen, ihn zum schweigen bringen zu wollen. Jedoch kann er dies nicht ertragen, dieses Belügen des Volkes und die Tatsache, wie es für den eigenen Zweck hinters Licht geführt wird.

Auf Grund dessen möchte er der Familie des Mönches, sowie der ganzen Welt, die Wahrheit aufzeigen. Daraufhin versucht der Mönch Galilei nochmals zu überzeugen. Er steigert sich immer weiter hinein, was man aus seinem Körpereinsatz schließen kann ("in großer Bewegung") . Anscheinend bemerkt er allmählich, daß Galilei Recht hat, versucht aber dennoch, mit dem letzten Selbstvertrauen in seinen Standpunkt, Galilei umzustimmen, indem er ihm nochmals erklärt, wie wichtig der Seelenfrieden Unglücklicher ist und was für ein eindeutiger Beweg-grund er ist. Jedoch macht diese Aussage keinen Eindruck auf Galilei. Um dem Argument des Mönches noch weiter entgegen zu wirken, erzählt er ihm von der "Cellini-Uhr" , welche der Kutscher des Kardinals an diesem Morgen abgegeben hat.

Er zeigt den Bestechungsversuch der Kirche auf und deckt dadurch mehr und mehr ihr wahres Gesicht auf. Denn die Beweggründe zum Schweigen, welche die Kirche Galilei nennt, ist nicht der Seelenfrieden, sondern "Wohlleben und keine Verfolgung", sowie kleine Präsente, wie zum Beispiel Wein oder die Cellini-Uhr. Daran erkennt man, daß die Kirche sieht, daß sie nicht auf jeden Macht ohne Mühe ausüben kann. Sie hat Galileis Entdeckung bestätigt, diese jedoch verboten, um die gesellschaftlichen Verhältnisse so zu belassen wie sie sind. Solange diese so bleiben, lehnt sich niemand gegen die Kirche auf , und wenn dies doch geschieht, werden diese mit gewissen Mitteln klein gemacht. Der beste Beweis dafür ist die Bestechung Galileis.

Diese nimmt der Mönch jedoch nicht zur Kenntnis. Er erwidert auf Galileis Ausführung, daß er Priester ist. Das heißt, er glaubt an Gott, er glaubt an die Kirche und er hat eine Schweige-pflicht. Diese Bestechungen haben für den Mönch keine Bedeutung, denn, er müsste so oder so Stillschweigen darüber bewahren. Genauso wie über die neue Entdeckung. Dieser letzte Aspekt ist ein wichtiger Punkt, denn er erklärt gleichzeitig die Bedeutung der Erwiderung Galileis auf des Mönches Aussage.

Er macht dem Mönch nämlich klar, daß dieser nicht nur Priester sondern auch Physiker ist, und dies seine Schweigepflicht wieder bricht. Denn die Aufgabe des Physikers ist es, nach neuen Erkenntnissen zu forschen und diese dann weiterzugeben. Und der Mönch ist sich, wie es Galilei auch nochmals verdeutlicht, über die Phasen der Venus bewusst, über die Wahrheit! Was bringt es, Physiker zu sein, wenn man all seine Entdeckungen für sich behalten muss? Dies belegt, daß die Tätigkeit als Priester und die gleichzeitige Tätigkeit als Physiker nur schwer in Einklang zu bringen sind. Auch sieht Galilei keinen weiteren Sinn im Forschen, wenn ihm die größte und wichtigste Entdeckung entsagt wird. Man kann die Wissenschaft nicht der Kirche anpassen. Der beste Beleg dafür liegt in seiner Aussage.

Er sagt, daß er "die Bahnen fliegender Körper nicht so berechnen [ kann , so ]daß auch die Ritte der Hexen auf Besenstielen erklärt werden". Das ist das beste Beispiel dafür, daß die Realität und der Glaube in der Wissenschaft nicht in Einklang gebracht werden können. Und dies ist das entscheidende Argument, welches den Mönch anscheinend überzeugt. Denn anstatt wieder ein Gegenargument zu bringen oder weiterhin auf die Seelengüte zu plädieren, stellt er eine Frage. Er fragt, ob sich die Wahrheit nicht auch ohne sie durchsetzen würde, wobei er jedoch noch immer betonend in Frage stellt, ob diese Wahrheit wirklich zutrifft, was ein Anzeichen dafür ist, daß er noch nicht vollkom-men von der neuen Lehre überzeugt ist. Doch dem setzt sich Galilei sofort entgegen.

Er ist der Ansicht, daß sich nur so viel Wahrheit durchsetzt, wie die Vernünftigen bereit sind, durchzusetzen. Die Wissenschaft spricht nicht gegen sondern für die Bedürfnisse des Volkes, wie er hier als Beispiel den Bezug zu den Campagnabauern anbringt. Jedoch müssen sie der Wissenschaft entgegen gehen und müssen anfangen, zu denken und sich selbst über diese Dinge Gedanken zu machen. Denn wenn sie dies nicht tun, werden ihnen die neuen Errungenschaften der Forschung nichts nützen. Jedoch kommt die Bevölkerung bis jetzt diesem Beispiel nicht nach. Stattdessen ist sie geduldig.

Doch Galilei fragt, wie lange diese noch andauern soll, und wo ihr Zorn bleibt. Daraufhin erwidert der Mönch nur, daß sie müde seien. Um endlich den göttlichen Zorn in den Menschen zu erwecken, will Galilei seine Forschung vorantreiben und die Wahrheit durchsetzen. Er will das Volk dazu bewegen, sich zur Wehr zu setzen und sich für ihr Recht und ihr Wohlergehen einzusetzen. Galilei wirft daraufhin dem Mönch den Packen mit seinen Manuskripten hin und kann sich die Reaktion schon denken. Wie erwartet vertieft sich der Mönch sofort in die Aufzeich-nungen.

Galilei fängt an, sich über den Mönch lustig zu machen. Er erkennt nämlich, daß er Interesse bei dem Mönch erweckt hat. In ironischer Weise sagt er, daß der Mönch die Manuskripte nicht lesen solle. Und dann bringt er dem Mönch den Beleg dafür, daß dieser nicht nur Priester, sondern auch Physiker ist. Anstatt die Aufzeichnungen, welche sich den gegebenen Gesetzen der Kirche widersetzen, fortzuschieben, fängt dieser an, darin zu lesen. Galilei macht sich währenddessen weiter lustig über ihn.

Jedoch stört das den Mönch nicht. Er ist wissbegierig und stopft den "Apfel vom Baum der Erkenntnis" in sich hinein, wobei der Apfel, meiner Hinsicht nach, die Manuskripte darstellt, und der Baum der Erkenntnis die Wissenschaft. Der Mönch weis, daß diese Handlung in Anbetracht der Kirche falsch ist, dennoch gibt er seinem Drang nach ( " er ist ewig verdammt, aber er muss ihn hineinstopfen, ein unglücklicher Fresser"), obwohl ihm bewusst ist, daß ihn dieser nur ins Verderben stürzen wird. Weiterhin erklärt Galilei, daß jedes Opfer dafür bringen würde, um Wissen zu erlangen. Das Forschen nach dem "Wieso und Weshalb" ist seine Lebensaufgabe. Doch er sieht es auch als Laster an.

Er ist sich bewusst, daß ihn die Wissenschaft, der Drang nach mehr, ins Verderben stürzen kann. Doch er kann es nicht aufhalten. Er sieht es als seine Bestimmung an, als den Sinn eines jeden Wissenschaftlers an, das erforschte Wissen weiterzugeben. Wie ein "Verräter" muss er es weitergeben. Und die Frage, welche er sich abschließend stellt, ist, wie lange er wohl noch forschen kann, wie lange er noch Wissen verbreiten darf. ( Jedoch bin ich mir bei meiner Aussage nicht sicher).

Das ist die große Frage. Durch des Mönches Antwort darauf erkennt man eindeutig, wie vertieft er in die Papiere ist. Denn anstatt etwas sinngemäßes zu erwidern, möchte er einen Satz von Galilei erklärt haben, was dieser dann daraufhin auch tut. Daran erkennt man eine Wende in dem Dialog. Anfangs stehen sich zwei fremde Personen gegenüber, welche sich dennoch respektieren. Galilei den Mönch, da dieser ein Geistlicher ist, und der Mönch Galilei, da dieser ein großer Wissenschaftler ist.

Beide versuchen ihre Meinung zu vertreten. Im Verlauf des Gesprächs jedoch erlangen die Argumente Galileis mehr Gewicht bzw. überzeugen mehr. Die Gesprächsanteile beider sind teilweise gleich verteilt, wobei aber ab der Mitte des Dialogs die Gesprächsanteile von Galilei komplexer werden. Daran ist zu erkennen, daß der Mönch kaum noch etwas gegen Galilei entgegen zu bringen hat. Jedoch vertritt er anfangs die Meinung, daß das kirchliche Weltbild zu zählen hat und Galilei auf Grund von genannten Beweggründen seine Entdeckung widerrufen soll.

Galilei jedoch hält an seinem Standpunkt fest. Er kann sich der Wahrheit nicht entziehen und versucht deshalb den ganzen Dialog über mit seinen Argumenten zu überzeugen. Zwar wurde ihm zu diesem Zeitpunkt sogar schon von der Kirche gedroht, seine Forschungen in diesem Sachgebiet liegen zu lassen, jedoch bringt er dieser Drohung nur einen getäuschten Respekt entgegen. Natürlich macht er sich Gedanken, ob er der kirchlichen Mahnung nachgeben soll, jedoch ist dies nicht eindeutig aus dem Dialog zu erschließen. Der Mönch hingegen befindet sich während des Dialogs in einer recht komplizierten Situation. Er ist, auch wenn er anfangs seine Entscheidung, welche er getroffen hat, äußert, noch sehr unentschlossen, bzw.

hin und her gerissen. Anfangs behauptet er, sich der Astronomie zu entsagen, und versucht auch Galilei zu solch einer Tat zu bringen, geht dann aber auf eine Diskussion mit ihm ein und lässt sich schließlich von seiner eigenen Entscheidung abbringen und somit wieder zur Wissenschaft treiben. Während des ganzen Gesprächs über unterhalten sie sich zwanglos mit teilweise taktischem Vorgehen. Man kann sich vorstellen, daß der Mönch sich schon vor dem Gespräch seine Argumente zurechtlegte und nun anfangs ein taktisches Gesprächsverhalten an den Tag legt. Dieses Verhalten geht dann aber bei ihm merklich unter und ist dann eher bei Galilei zu erkennen. Das taktische Verhalten Galileis ist besonders am Schluss zu erkennen.

Er wirft dem Mönch Schriftstücke hin. Dies ist ein Test und gehört zu seiner Überzeugungstaktik. Belege dafür lassen sich weiterhin im Text finden. Jedoch reden beide dennoch offen miteinander. Jeder stellt dem andern offen und ehrlich seine Meinung dar. Weiterhin ist in dem Dialog zu erkennen ein rhetorisches Mittel zu erkennen.

Es sind Metapher, welche verwendet werden, um der Aussage der jeweiligen Person mehr Ausdruck zu verleihen. Es soll einem den Sinn des Satzes noch näher bringen, wie zum Beispiel durch die Worte „Welttheater" oder „Steinklumpen". Der Mönch äußert diese, um Galilei zu verdeutlichen, wie sich das Volk fühlen würde, wenn es die Wahrheit erführe. Zusammenfassend kann man sagen, daß Galilei und der Mönch während des Dialogs aufeinander eingegangen sind und versucht haben ihre Interessen durchzusetzen, wobei letztendlich nur Galilei sein Ziel erreicht hat. Denn das Ergebnis des Dialogs ist, daß der Mönch sich wieder der Wissenschaft hingibt und Galilei gesiegt hat. Auf das gesamte Werk bezogen hat dieser Dialog eine wichtige Funktion.

Er verdeutlicht, welche Auswirkungen das Verbreiten von Galileis Lehre hätte. Jedoch zeigt er auch auf, daß nicht jeder dem Drang nach neuem Wissen widerstehen kann. Unter den Wissenschaftlern wird die Lehre in einigen Jahren verbreitet sein, auch wenn ihr ein Verbot obliegt, und somit, wenn die Zeit gut ist, von Galileis Nachfolgern weiterverbreitet werden, (was ja auch geschehen ist, wie man sieht) . Wörter: 2869 T.Hertel

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