Judenverfolgung/Antisemitismus
Der Antisemitismus ist die Abneigung oder Feindseligkeit gegen Juden. Entstanden ist er aus den Vorwürfen gegen Juden zum Beispiel einseitige Intellektualität und hinterlistige Wirtschaftspraktiken.
Judenverfolgung gab es schon im größeren Stil im Römischen Reich. Aber auch im Mittelalter wurden die Juden bekämpft, weil sie das Neue Testament nicht anerkannten. Im 18. Und 19.
Jahrhundert wurde der Antisemitismus hauptsächlich wirtschaftlich und politisch begründet. Durch gefälschte Schriften wollte man dem Antisemitismus eine scheinwissenschaftliche Stütze geben, um das Volk von der Ordentlichkeit der Verfolgung zu überzeugen. Später trat immer mehr der Gedanke hervor, die Juden seien eine minderwertige Rasse und müssten deshalb ausgerottet werden. Das wurde vor allem unter Hitler deutlich, der ab 1933 eine systematische Ausrottung der europäischen Juden befahl.
Judenverfolgung in Europa
Judenfeindlichkeit und Judenverfolgung ist bereits seit der Antike bekannt. Im Römischen Reich lieferten die Glaubensvorstellungen der Juden häufig einen Vorwand für ihre politische Diskriminierung.
Der erste christliche Kaiser Konstantin und seine ebenfalls christlichen Nachfolger erließen eine Reihe von Gesetzen, die die Juden zu Rechtlosen innerhalb des Römischen Reiches werden ließen. Mit dem Aufstieg und der Herrschaft des Christentums verbreitete sich auch die These von der Schuld der Juden am Tod Jesu über das ganze Abendland und führte zu immer stärkerer Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung. Mit den Kreuzzügen kam es zu ersten massiven Judenverfolgungen. Seit dem Beginn des dreizehnten Jahrhunderts wurden Juden in Ghettos verbannt, mussten Kennzeichen oder Kleidung tragen, an denen man sie als Juden erkennen konnten. Im späten Mittelalter kam es zur vollständigen Verdrängung von Juden aus den westeuropäischen Nationen. Die meisten wanderten nach Osteuropa aus.
Erst im 18. Und 19. Jahrhundert kann es unter dem Einfluß der französischen Revolution und der Aufklärung allmählich zu einer Trennung von Kirche und Staat und zur Entstehung moderner Nationalstaaten. Als Folge dieser Entwicklungen nahm die religiöse und wirtschaftliche Benachteiligung der Juden ab. Juden konnten sich nun stärker in die wirtschaftliche und politische Ordnung integrieren.
Mit der Gründung des Kaiserreiches 1871 war in Deutschland der Prozess der Judengleichstellung abgeschlossen.
Nach dem Ende des deutsch-französischen Krieges und während der Wirtschaftskrise des Jahres 1873 entstandenen in verschiedenen europäischen Ländern antisemitische politische Parteien. In Frankreich entwickelte sich der Antisemitismus mit der Problematik der Trennung von Kirche und Staat. Kirchliche und monarchische Gruppe vertraten eine antisemitische Haltung, die auf Rassentheorien aufbaute. Diese Auffassung wird in zahlreichen antisemitischen Schriften verbreitet. Der französische Antisemitismus für seinen Höhepunkt zwischen 1894 und 1906, in der ein jüdische Offizier der französischen Armee zu Unrecht wegen Hochverrats - angeblich sollte er für das Deutsche Reich spioniert haben -
zum Gefängnis verurteilt wurde.
Als politische Bewegung richtete sich der Antisemitismus dieser Zeit in Deutschland vor allem gegen die Judenemanzipation und damit gegen rechtliche Gleichstellung der Juden in der Gesellschaft.
Bis 1933 traten in Deutschland verschiedene politische Parteien auf, die offen antisemitisch handelten. Aber erst unter der Herrschaft des Nationalsozialismus bestimmte der Antisemitismus die offizielle Regierungspolitik.
Judenverfolgung in Zürich um 1348
Im Rahmen der großen Pestepidemie wurden die Juden im Jahre 1348 und 1349 der Brunnenvergiftung und des Ritualmordes bezichtigt. Viele wurden deshalb hingerichtet. Ein Gesetz verbot den Vertriebenen die Rückkehr nach Zürich.
In Zürich waren die Juden die einzige Randgruppe, die in einer selbständigen Kultur verwurzelt waren.
Sie unterhielten Synagogen und Rabbiner. Die Stadt schloß für ansässige Juden Verträge ab, die ihren Aufenthalt und ihrer Steuerpflicht regelten. Sie dürften nur den Beruf des Geldverleihers annehmen, da sie nicht in Zünfte aufgenommen wurden.
Im Jahr 1348 entlud sich der Judenhass offene Gewalt, da sich das Gerücht verbreitete, die Juden hätten die Brunnen vergiftet, um durch die Pest die Christen auszurotten. Dies führte am 21. September1348 zu ersten historisch gesicherten Judenverfolgung in Zürich.
Sie wurden durch Folter zu einem Geständnis gezwungen und dann auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Am 22. Februar 1349 wurde den Juden Ritualmorde vorgeworfen, was zu einer zweiten Verfolgungswelle führte.
Die Juden wurden bis zum Erlangen der bürgerlichen Rechte im Jahre 1866 in der Schweiz diskriminiert und auch immer wieder verfolgt.
Gründe für die Judenverfolgung im Dritten Reich
Viele Juden im Dritten Reich wurden aufgrund ihres gehobenen Berufes und ihrer besseren Ausbildung ausgestoßen. Sie besaßen oft Geschäfte und waren dadurch recht vermögend.
Anmerkungen: |
| impressum | datenschutz
© Copyright Artikelpedia.com