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  Der tod in venedig - thomas mann

(7R) Der Tod in Venedig Thomas Mann Autor: Thomas Mann wurde am 6. Juni 1875 in Lübeck als Sohn des Großkaufmanns und späteren Senators Heinrich Mann und dessen Frau Julia (geb. Bruns) geboren. Bereits als Schüler verfasst er Prosaskizzen und Aufsätze für die von ihm mitherausgegebene Zeitschrift \"Der Frühlingssturm. Monatszeitschrift für Kunst, Literatur und Philosophie\". Sein Vater starb früh und er übersiedelte 1894 mit seiner Mutter nach München, wo er eine Reihe von Aufsätzen und Erzählungen schrieb.

Seine erste Novelle \"Gefallen\" erscheint in der Zeitschrift \"Die Gesellschaft\". 1899 Auf einer Urlaubsreise nach Dänemark entsteht die Novelle \"Tonio Kröger\". 1900 Seinen Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger kann Mann aufgrund einer Untauglichkeitserklärung vorzeitig beenden. 1901 Manns größtes Prosawerk \" Buddenbrooks\" - ursprünglich als Gemeinschaftsarbeit mit seinem Bruder Heinrich geplant - erscheint in zwei Bänden und wird von der Kritik begeistert aufgenommen. 1903 Die Novellensammlung \"Tristan\" - darin enthalten \"Tonio Kröger\"- erscheint. Im Gegensatz zu seinem Bruder vermeidet er gesellschaftskritische Inhalte und thematisiert den Gegensatz von Leben und Kunst.

Seine Künstlernovellen sind als Gleichnisse zu sehen, in denen die Individuen als gesellschaftliche Typen gezeichnet werden. 1905 heiratete er Katja Pringsheim. 1912 Die Erzählung \"Der Tod in Venedig\" erscheint. 1924 In einem Prozess geistiger und politischer Neuorientierung entsteht der Zeit- und Bildungsroman \"Der Zauberberg\", an dem er seit 1913 gearbeitet hat. 1929 Nobelpreis für Literatur für die \"Buddenbrooks\". 1930 Die Erzählung \"Mario und der Zauberer\" erscheint.

1933 zog er aus dem nationalsozialistischen Deutschland zuerst in die Schweiz an den Zürichersee dann nach Kalifornien. Der erste Band der Tetralogie \"Joseph und seine Brüder\" erscheint. Mit diesem Romanwerk, in dem sich Joseph vom egoistischen Träumer zum \"Ernährer\" und Fürsorger entwickelt, versucht er, ein positives menschliches Beispiel zu geben. 1936 Dezember: Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft und Entzug des Bonner Ehrendoktorats, das ihm 1919 verliehen wurde. Verleihung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft. 1937 Mann antwortet auf den Entzug des Ehrendoktorats mit seinem \"Briefwechsel mit Bonn\", der in fast allen europäischen Ländern erscheint.

In Deutschland wird er in einer Tarnausgabe als \"Briefe deutscher Klassiker. Wege zum Wissen\" veröffentlicht. 1938 nahm er eine Professur an der Universität Princeton an. 1939 Der Roman \"Lotte in Weimar\" entsteht. 1944 Mann nimmt die amerikanische Staatsbürgerschaft an. 1947 Sein Altersroman \"Doktor Faustus\" erscheint.

Zwei Jahre später wird als Selbstkommentar \"Die Entstehung des Doktor Faustus\" veröffentlicht. 1952 Nachdem er von einem kalifornischen Abgeordneten vor dem Kongress als \"fellow traveller\" des Kommunismus angeklagt wurde, verlässt Mann die USA und siedelt nach Erlenbach bei Zürich um. 1954 Mann vollendet den ersten Teil des Romans \"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull\", der fragmentarisch bleibt. Am 12. August 1955 starb er in Zürich. Werke: 1901 \"Die Buddenbrooks\" (1929 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet) Diese Geschichte des alten Lübecker Patriziergeschlechtes Buddenbrook , welche mit dem alten Johann Buddenbrook um 1830 einsetzt, endet mit dem kleinen Hanno, seinem Urenkel.

Sie umfasst Feste und Versammlungen, Taufen und Sterbestunden, Verheiratungen und Ehescheidungen, große Geschäftserfolge und die herzlosen unaufhörlichen Schläge des Niederganges, wie das Kaufmannsleben sie mit sich bringt. Der Letzte, der kleine Hanno, geht mit nach innen gekehrtem Blick umher, aufmerksam die innere seelische Welt belauschend, aus der seine Musik hervorströmt. In ihm ist noch einmal die Möglichkeit zu einem Aufstieg gegeben: Die unendlich gefährdete Möglichkeit eines großen Künstlertums, die nicht in Erfüllung geht. Ein Akt der Ehrfurcht vor dem Leben, welches gut und gerecht ist, indem es geschieht. Verfall einer Familie Thomas Mann erzählt nur wenig verschlüsselt die Geschichte seiner Familie und ihrer Stellung in der Vaterstadt Lübeck, soweit er sie nachvollziehen, in Einzelheiten überblicken konnte, ja sogar noch miterlebt hat. Verwandte und markante Persönlichkeiten seiner Jugend werden integriert.

Den meisten Raum nimmt das Leben Thomas Buddenbrooks ein - »ein modernes Heldenleben«; sein Sohn Hanno wird einen langen Strich unter die Genealogie der Familie setzen. 1913 \"Der Tod in Venedig\" 1922 \"Bekenntnisse des Huchstaplers Felix Krull\" Die Eleganz der Sprache, ihre ironische Doppelbödigkeit erweisen ebenso wie Felix Krulls Handeln, dass er »der geschmeidige Gott der Diebe« ist. Felix Krull, der Sohn eines rheinischen Schaumweinfabrikanten und von ansprechender Gestalt, erliegt der ungeheuerlich süßen Macht zu gefallen. Begabt, sich in jeder Situation zu verstellen, sich so zu verhalten, als sei ihm diese durchaus nicht fremd, versteht er es immer, das Beste für sich daraus zu machen. Also fälscht er die Unterschrift seines Vaters um der Entschuldigung eigentlich unbegründeten Fernbleibens von der Schule willen, simuliert er den soldatisch begeisterten Epileptiker, um desto sicherer befreit zu sein , nutzt er alle Wege, um seiner »Begabung zur Liebeslust« zu entsprechen (und dabei versteht er sich auf jegliches Alter und alle Gesellschaftsschichten). Dies führt ihn in seinem gesellschaftlicher Aufstieg vom Liftboy und Pagen eines Hotels zu der vollendet vorgetäuschten Existenz eines Marquis de Venosta.




1924 \"Der Zauberberg\" 1939 \"Lotte in Weimar\" 1947 \"Doktor Faustus\" Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn erzählt von einem Freund. Der Gedanke eines Komponisten als moderne Variante der alten Faust-Sage. Figur des syphilitischen Künstlers: als Dr. Faust und dem Teufel Verschriebener. Das Gift wirkt als Rausch, Stimulans, Inspiration; er darf in entzückter Begeisterung geniale, wunderbare Werke schaffen, der Teufel führt ihm die Hand. Schließlich aber holt ihn der Teufel.

Inhalt: Die Novelle von Thomas Mann ist in fünf Kapitel eingeteilt. Jedes Kapitel ist klar vom nächsten getrennt. Die Hauptfigur ist der Schriftsteller Gustav von Aschenbach. Dieser macht einen Spaziergang durch München um sich von seiner Arbeit zu erholen. Als er dann am Münchner Friedhof auf seine Straßenbahn wartet, sieht er einen Mann von \"fremdländischer\" Erscheinung, der in ihm eine starke Reiselust hervorruft. Als er sich dann noch einmal nach dem Fremden umdreht ist dieser plötzlich verschwunden.

Zwei Wochen später reist Aschenbach zuerst nach Triest, dann nach Pola, wo er es allerdings auch nicht lange aushält, und er beschließt per Schiff nach Venedig zu fahren. Unter den Fahrgästen fällt Aschenbach ein auffallend gekleideter falscher Jüngling auf. Falsch deshalb, weil er eigentlich ein alter Mann ist, der sich aber kosmetischer Eingriffe bedient hat um jünger auszusehen. Als Aschenbach mit einer sargähnlichen Gondel zur Dampferstation fahren will, bringt ihn der Gondoliere gleich zu seinem Hotel. Die Gondel erinnert Aschenbach \"an den Tod und die letzte schweigsame Fahrt\". Außerdem bemerkt er, dass der Gondoliere dem fremden Mann vorm Friedhof ähnlich sieht.

Genau wie dieser verschwindet auch der Gondoliere, ohne dass ihn Achenbach bezahlt hat. Anschließend bezieht Aschenbach sein Zimmer und wartet dann in der Hotelhalle auf das Abendessen. Während des Wartens entdeckt er inmitten einer polnischen Familie einen Knaben, den er \"vollkommen schön \" findet und der ihn an \"griechische Bildwerke aus edelster Zeit\" erinnert. Er ist optisch schon fast in den Jungen \"verliebt\", der Tadzio heißt. Am nächsten Tag ist das Wetter, wie schon bei der Anreise, immer noch schlecht und ein fauliger Geruch liegt in der Luft. Aus diesen Gründen überlegt Aschenbach, ob er wieder abreisen soll.

Aber als er wieder den Jungen sieht, beschließt er doch zu bleiben. Bei einem nachmittäglichen Spaziergang durch Venedig nimmt er den faulen Geruch wieder wahr und beschließt nun die Lagunenstadt endgültig zu verlassen. Er gibt Anweisung sein Gepäck zum Bahnhof zu befördern, doch dort angekommen, erfährt er, dass sein Gepäck irrtümlicherweise in eine falsche Stadt vorausgeschickt worden ist. Aschenbach kehrt ins Hotel zurück und gesteht sich, dass er glücklich ist wieder in der Nähe von Tadzio zu sein. Eines Abends, als die polnische Familie mit Tadzio spät erscheint, verrät sich Aschenbach durch seinen unkontrollierten Gesichtsausdruck, mit dem er den Jungen anstarrt. Der Bub, der als einziger dies wahrnimmt, scheint seinen Blick zu erwidern, indem er halb verlegenhalb neugierig zurücklächelt.

Als Aschenbach schon seit fast einem Monat in Venedig ist, bemerkt er in der Luft einen eigenartigen Geruch. Alles deutet darauf hin, dass die Cholera in Venedig grassiert, diese wird aber aus ökonomischen Gründen den Besuchern verschwiegen. Obwohl er sonst immer Wert auf hohe Ansprüche legt, beginnt er an der primitiven Straßenmusik Gefallen zu finden. Einer der Sänger erinnert ihn außerdem wieder an den Fremden vor dem Friedhof und den Gondoliere, welche von ihrer äußeren Erscheinung her alle drei an den Tod erinnern. Tags darauf erfährt Aschenbach, dass die Cholera tatsächlich ausgebrochen ist. Aus Angst, dass Tadzio bald abreist, verfolgt er ihn auf Schritt und Tritt.

Nach einiger Zeit ekelt Aschenbach sich vor seinem eigenen, alten Äußeren und fühlt sich immer unwohler. Schließlich stellt sich heraus, dass er mit der Cholerainfiziert ist. Als es ihm daraufhin immer und immer schlechter geht, stirbt er letztendlich am Strand von Venedig. Eigene Meinung und Deutung: Mir hat das Buch gut gefallen und Manns Still ist meiner Meinung nach genial. Er hat die Fähigkeit Natur und Person exakt zu beschreiben, dass man sie sich bildlich vorstellen kann. Der Nachteil, der wahrscheinlich daraus folgt, sind die langen Sätze, die nicht gerade leicht zu verstehen sind.

In diesem Buch, wie in allen anderen Büchern von Thomas Mann, spiegelt sich sein Leben etwas darin, zum Beispiel die homosexuelle Beziehung zwischen einen älteren Mann und einem Jungen. Wahrscheinlich war Mann selber homosexuell, doch da dies in der Gesellschaft ein Tabuthema war, musste er seine Gefühle verbergen. So schrieb er sie in seinen Büchern. Thomas Mann schrieb das Buch \"Tod in Venedig\", nachdem er selbst von seiner Reise aus Venedig zurückgekommen war.. Mann stellte den Namen seiner Hauptfigur zusammen: den Vornamen vom Komponisten Gustav Maler, der während T.

Manns Reise verstorben war, und den Nachnamen nahm er vom Maler Andreas Achenbach. Diesen veränderte Mann etwas, Achenbach  Aschenbach, so, dass ein Todesmotiv entstand wegen \"Asche\".

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