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  Anfangs - und krisenjahre der weimarer republik



Periodisierung 1918 - 1923 Krisenjahre1924 - 1929 Stabilisierung1930 - 1933 Präsidialkabinette und Untergang  Weimarer Verfassung, Parteien, Reichswehr, Justiz Die Nationalversammlung trat in Weimar zusammen und erarbeitete die Weimarer Verfassung. Deutschland wurde parlamentarische Demokratie bzw. Parlamentarische Republik, die aber ständig von extrem rechts (DNVP, Völkische, Nationalsozialisten) und extrem links (KPD) gefährdet wurde. Die Parteien der Weimarer Koalition (SPD, DDP, Zentrum) unterstützten die Republik, die monarchistische DVP arbeitete bedingt mit.  Zwischen Arbeiterschaft und Arbeitgebern wurde ein Ausgleich gesucht (Stinnes-Legien-Abkommen), Tarifautonomie, 8-Stunden-Tag und andere Forderungen der Arbeiterbewegung setzten sich durch. Die Reichswehr bildete einen Staat im Staat, kaisertreue preußische Adlige waren m Offizierskorps ganz überproportional vertreten.

Auch die Justiz war auf dem rechten Auge blind. Inflation und Krisenjahr 1923 Schon im Ersten Weltkrieg hatte sich der Wert der Mark halbiert in der Weimarer Zeit beschleunigte sich die Inflation um ihren Höhepunkt 1923 nach der Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen (nach geringem Verzug bei deutschen Reparationsleistungen) und den anschließenden Ruhrkampf zu erleben. Es kam zu einer Wirtschaftskrise, der Mittelstand verarmte durch die Inflation und verlor in weiten Teilen sein Vertrauen in die Republik, sofern er dieses überhaupt besessen hatte. Die Reichsmark musste durch die Rentenmark abgelöst und durch einen amerikanischen Kredit im Zusammenhang mit dem Dawes-Plans abgesichert werden. Danach stabilisierte sich die Wirtschaft. Das Jahr 1923 sah eine Reihe von separatistischen Bestrebungen (Rheinland, Bayern), erlebte den gescheiterten Hitler-Putsch in München und die Absetzung der Volksfrontregierungen in Sachsen und Thüringen durch die Reichswehr.

Der Ruhrkampf Die Deutschen reagierten auf die Besetzung des Ruhrgebiets mit "passiven Widerstand". Erst streikten die Arbeiter in den besetzten Unternehmen, dann verbot die Regierung den Behörden, Weisungen der Besatzungsmächte Frankreich und Belgien zu befolgen. Die Kosten übernahm die Staatskasse und bezahlte sie mit neu gedrucktem Geld. Im November 1923 wurde die Rentenmark (Geldschein) unter Hans Luther (Reichskanzler) eingeführt. 1000Mrd. Mark entsprachen einer Rentenmark.

Durch die Einführung der Rentenmark wurde die Inflation beendet, doch die Erholung der Inflation kam erst langsam.   Justiz in der Weimarer Republik - Auf dem rechten Auge sind sie blind    "Die Richter sind unabhängig und nur dem Gesetz unterworfen." (Artikel 104 der Weimarer Reichsverfassung) Dieser Artikel konnte es den Richtern ermöglichen, willkürlich und nach eigenem Gutdünken "Recht" zu sprechen. Außerdem garantierte die Verfassung den Richtern eine Amtszeit auf Lebenszeit. Dadurch wurden sie buchstäblich durch die Verfassung und vor der Verfassung geschützt.   Aufgrund der Tatsache, dass die neue Regierung einfach nicht genug Juristen in ihren Reihen hatte, da die SPD vor allem aus Vertretern der Arbeiter- und Angestelltenschicht bestand, mußte die Revolutionsregierung zwangsläufig Beamte aus der Zeit vor dem 1.

Weltkrieg einsetzen. Diese Beamten aus dem konservativen höheren Bürgertum jedoch waren noch geprägt von Bismarckscher Reaktion, der wilhelminischen Zeit und dem Kaiserreich und hatten eine starke Abneigung gegen die ihnen ihrer Meinung nach aufdiktierten Demokratie. Diese "Staatsdiener" erwiesen sich als republikfeindlich und vom völkischen Denken beeinflußt. Ein Beispiel für den milden Umgang der Justiz mit politischen Morden, die von rechter Seite verübt wurden, ist das Urteil zur Ermordung von Kurt Eisner, der am 21.Februar 1919 auf offener Straße von Graf Arco-Valley erschossen wurde. Graf Arco wurde erst zur Todesstrafe verurteilt, dann begnadigt auf "Lebenszeit", schließlich wurde er einige Jahre später entlassen und als bayrischer Volksheld gefeiert.

Auf diese oder ähnlich rechtlich äußerst zweifelhafte Weise wurde mit den politischen Morden an Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Hugo Haase, Matthias Erzberger, Walther Rathenau und vielen anderen verfahren. Gegenüber Juden, Kommunisten bzw. allgemein links Eingestellten legten die Richter strengste Maßstäbe an und bestraften ungemein hart und ungerechtfertigt. Auch wurden Strafverfahren willkürlich und ohne jegliche Grundlage aufgebaut, Zeugen plötzlich als "unglaubwürdig" aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit eingestuft oder beeinflußt und rechte Täter aus Mangel an Beweisen entlassen oder freigesprochen, obwohl ihre Schuld zweifelsfrei erwiesen war. Außerdem wurden Tatsachen vertuscht, Beweise unterschlagen oder erschwindelt, um Rechte möglichst mild, auf der anderen Seite aber um Linke so hart wie nur denkbar zu bestrafen. Anläßlich einer Reichstagsdebatte am 26.





Juni 1922 nach der Ermordung Rathenaus sagte Wels, ein Abgeordneter der SPD : "Die Justiz in unserem Lande ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. [...] Die in ihr betätigte Reaktion unterwühlt die Grundfesten der Republik." Die katastrophale Lage in der Justiz erreichte ihren Gipfel 1924 durch die Urteile zum Hitler-Putsch ein Jahr zuvor.

Bei diesem Prozess bekamen die Haupttäter die Mindeststrafe von 5 Jahren für Landes- und Hochverrat und eine kleine Geldstrafe. Ein halbes Jahr später wurden sie dann auf Bewährung freigelassen. Bei sehr vielen der Putschisten kam es überhaupt nicht zur Anklage. Dadurch erst konnte Hitler seine Partei neustrukturieren und die Machtergreifung überhaupt durchführen. Die Juristen waren es auch, die im Jahre 1928 die erste berufsbezogene nationalsozialistische Organisation gründeten : den "Bund Nationalsozialistischer Juristen". Auch führte der häufige Wechsel der Regierung zu einer starken, selbstbewußten Position der Richter, die im Gegensatz zu den Justizministern dieser Jahre durch Kontinuität bestachen (16 verschiedene Minister in einem Zeitraum von 14 Jahren).

Die wohlwollende Toleranz gegenüber politischen Verbrechen, die von rechts begangen wurden, und die ungerechtfertigte Härte gegen Vergehen von links waren unter anderem die Ursache dafür, dass die Weimarer Republik scheiterte. Sie ermöglichte es der Gegenrevolution, Fuß zu fassen, ermunterte die Staatsfeinde fast zu Verbrechen, und machte die Staatsbürokratie der Weimarer Republik und sie selbst nahezu lächerlich. Die Krisenjahre Von Anfang an stand die junge Republik unter dem Trommelfeuer der Angriffe der extremen Rechten und Linken. Die Linke warf den Sozialdemokraten wegen ihres Zusammengehens mit den alten Eliten Verrat an den Idealen der Arbeiterbewegung vor; die Rechte machte die Anhänger der Republik für die Niederlage im Ersten Weltkrieg verantwortlich und verunglimpfte sie als "Novemberverbrecher" (s. auch Dolchstoßlegende , Novemberrevolution, Organisation Consul). Der Kapp-Putsch vom März 1920 stellte die Republik auf eine erste Belastungsprobe.

Freikorps unter General von Lüttwitz besetzten das Berliner Regierungsviertel und ernannten den ehemaligen Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp zum Reichskanzler. Die legale Regierung zog sich nach Dresden zurück und rief von dort aus zum Generalstreik gegen die Putschisten auf. Damit war der Putsch gescheitert; entscheidend für die Niederlage war die Weigerung der Ministerialbürokratie, den Anordnungen Kapps Folge zu leisten - während sich die Reichswehr abwartend verhalten hatte (Seekt: "Truppe schießt nicht auf Truppe"). Nahezu gleichzeitig mit dem Kapp-Lüttwitz-Putsch erschütterte ein kommunistischer Aufstandsversuch das Ruhrgebiet; er wurde von Reichswehr und Freikorps blutig niedergeschlagen. Weitere Aufstände in Sachsen, Thüringen und Hamburg wurden genauso blutig unterdrückt. Einen geringfügigen Verzug bei den Reparationslieferungen nahmen die französische und belgische Regierung zum Anlass, das Ruhrgebiet zu besetzen (Politik der "produktiven Pfänder").

Dies löste einen Aufschrei nationaler Empörung im Deutschen Reich aus; die Reichsregierung unter dem parteilosen Kanzler Wilhelm Cuno rief die Bevölkerung zum "passiven Widerstand" auf: Betriebe und Behörden sollten den Anordnungen der Besatzer keine Folge leisten. Streiks und Vergeltungsmaßnahmen der Besatzungsmächte lähmten die Wirtschaft, die Transferzahlungen heizten die Inflation weiter an, so dass der neue Reichskanzler Gustav Stresemann den passiven Widerstand abbrechen musste. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden der Ruhrbesetzung belief sich auf 3,5 bis vier Milliarden Goldmark. Der Wert der Papier-Mark fiel immer schneller. Am 3. September stand der Wechselkurs für einen amerikanischen Dollar noch bei knapp zehn Millionen Mark, Ende des Monats waren es dann schon 160 Millionen Mark, wenig später kostete ein Dollar Milliarden- und Billionenbeträge.

Aus der Inflation, die schon während der Kriegszeit eingesetzt hatte, wurde eine Hyperinflation. Erst die Einführung der "Rentenmark" (1 Rentenmark = 1 Billion Papiermark bei 4,20 Rentenmark für den Dollar) beendete den Spuk. Zu den Geschädigten der Inflation gehörten vor allem die kleinen Sparer und Rentenbezieher; Sachwertbesitzer und Industrielle (wie Hugo Stinnes), die Kredite mit fast wertlosem Geld zurückzahlen konnten, profitierten. Auch Landwirte gehörten zu den Gewinnern, da sie ihre Schulden leicht zurückzahlen konnten. (siehe auch: Deutsche Inflation 1914 bis 1923) Mittlerweile hatte sich Bayern als Sammelbecken aller rechtskonservativen und -radikalen Kräfte im Deutschen Reich etabliert; von dieser "Ordnungszelle" aus strebten sie an, Deutschland vom "marxistischen Chaos" zu befreien. Der von der bayerischen Regierung zum Generalstaatskommissar (mit diktatorischen Vollmachten) ernannte Gustav Ritter von Kahr und der bayerische Wehrkreiskommandeur Otto von Lossow spielten eine zweideutige Rolle im von Adolf Hitler nach italienischem Vorbild geplanten "Marsch auf Berlin" (s.



auch Hitlerputsch). Organisation Consul, gemeinhin bekannt unter dem Kürzel O.C., war der Name einer Geheimgesellschaft / Terroreinheit in der deutschen Zwischenkriegszeit. Die O.C.

war eine direkte Nachfolgeorganisation der Freikorps-Einheit Brigade Erhardt, benannt nach deren Chef, Kapitän Herrmann Ehrhardt. Ihr werden zahlreiche Morde, Terroraktionen und Attentate angelastet. Statt einer herkömmlichen Terrortruppe muss man sich die O.C. als straff organisierte Kaderorganistion vorstellen. Mit Verbindungsleuten im gesamten Reichsgebiet gelang es unter Ehrhardts Führung zu verschiedenen Anlässen, in kürzester Zeit aus einem geschätzten Personalstamm von ca.

5000 Mann jeweils eine entsprechende Anzahl von Aktiven mobil zu machen. Die Mitglieder rekrutierten sich zum größten Teil aus Offizieren des ehemaligen kaiserlichen Heeres. Ihr Altersschnitt lag zwischen 20 und 30 Jahren. Ihre Motivation nährte sich aus einem antibürgerlichen Affekt, aus einem extremen Nationalismus und Nihilismus. Eines der bekanntesten Mitglieder der Organisation Konsul war der spätere Schriftsteller Ernst von Salomon. Nach der Beteiligung der O.

C. am Kapp-Putsch 1920 wurde sie offiziell verboten. Im Untergrund wirkte sie jedoch getarnt als Holzhandelsgesellschaft von München aus weiter und unterhielt illegale Waffenlager. Mitglieder der O.C. kämpften nach der Abstimmung 1921 gegen die polnischen Nationalisten in Oberschlesien.

Auch am Hitler-Putsch 1923 war die O.C. beteiligt. Am 24. Juni 1922 ermordeten Angehörige der O.C.

den deutschen Außenminister Walther Rathenau. Einer der Mittäter war Ernst von Salomon. Auch in den Fällen des Mordes an Matthias Erzberger (1921) und dem Mordversuch an Philipp Scheidemann, (1922) gab es Verbindungen zur O.C. Im Dritten Reich wurden die Mitglieder der O. C.

als Helden des "nationalen Widerstandes" gefeiert. Gleichzeitig gehörte einer der Helfer des O. C. zum militärischen Widerstand des Jahres 1938 wie einige andere Freikorpsmitglieder auch. Friedrich Wilhelm Heinz versuchte während des Prozesses gegen die Rathenau-Attentäter einen allzu geständigen Mittäter zu vergiften. 1938 sollte er im Rahmen eines Putsches Hitler verhaften, wenn nötig töten.

In der BRD war er dann einer der ersten Leiter des MAD. Die deutsche Revolution 1918 bis 1920 Mit der Novemberrevolution und in deren weiteren Verlauf stand das kapitalistische System vor der Gefahr seiner Ablösung durch ein sozialistisches. Keine der Parteien (außer der KPD und einer Reihe von linken Splittergruppen) wollte dies. Im Grunde wurde so weiter verfahren wie im Krieg eingeübt. Bei sozialen Unruhen wurden die Löhne und sozialen Hilfen erhöht, den Vermögenden ihr immer noch erhebliches Geld- und sonstiges Vermögen nicht zugunsten des neuen demokratischen Gemeinwesens und seiner Finanzen enteignet oder weggesteuert. Die Politiker der Regierungsparteien spielten auf Zeit.

Mit den Verpflichtungen des Versailler Vertrages Entschädigungen (Reparationen) an die Siegermächte (insbesondere Frankreich) zu zahlen, glaubten die politische Verantwortlichen einen guten Buhmann für die weitere Geldentwertung gefunden zu haben. Im Januar 1920 hatte die Mark gegenüber dem US-Dollar nur noch ein Zehntel ihres Umtauschwerts des August 1914. Die Jahre 1921/22 Auch die anderen kriegsbeteiligten Staaten hatten unter den Folgen des Weltkrieges zu leiden. In den Jahren 1921 und 1922 kam es zu einem weltweiten Konjunktureinbruch. Die deutsche Volkswirtschaft konnte sich in dieser Zeit erholen. Die entwerteten Löhne und Einkommen wirkten wie Lohndumping.

Das deutsche Wirtschaftswachstum war stärker als in den Volkswirtschaften der Sieger. Gleichzeitig wurde weiterhin erbittert um die Höhe der Reparationen und die Modalitäten ihrer Zahlung gestritten. Die Reichsregierung behauptete, sie könne nicht zu einer stabilen Währung zurückkehren, weil dann das Wachstum gehemmt würde. Die Folgen wären höhere Arbeitslosigkeit und sinkende Löhne mit dem Ergebnis, dass es wiederum zu sozialen Unruhen mit der Möglichkeit des Systemswechsels kommen könnte. Mit erheblichen Verlusten für ihre eigenen Geldanlagen im Deutschen Reich machten die Siegermächte aus Angst vor dem Bolschewismus dieses Spiel mit. Dann aber brachen mit der Ermordung Walther Rathenaus im Juni 1922 alle Dämme.

Die Stationen gemessen am US-Dollar machen dies deutlich: am 3. Juli 1922 hatte die Mark noch ein Hunderstel des Wertes vom August 1914, am 3. Oktober 1922 nurmehr ein Tausendstel. Das Jahr 1923 Weil die Reichsregierung behauptete, nicht in der Lage zu sein, die Reparationen in angemessener Höhe zu bezahlen, oder Ersatzleistungen in Form von beispielsweise Kohle zu bringen, besetzte Frankreich das Ruhrgebiet (Politik der "produktiven Pfänder"). Die deutsche Regierung (Reichskanzler Wilhelm Cuno) rief den "Ruhrkampf" aus. Um die Streikenden bei Laune zu halten, wurden ihnen entsprechende finanzielle Hilfen ausgezahlt - in einer Mark, die sich immer rascher entwertete.



Damit begannen die Monate der Hyperinflation, die noch Generationen von Deutschen als Beispiel für die Schrecken einer Inflation verfolgten. Immer schneller verzehnfachte sich die Abwertung gegenüber dem US-Dollar bis schließlich im November 1923 der Kurs für 1 US-Dollar 4,2 Billionen Mark entsprach. Die Hyperinflation sorgte für einen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft. Die Arbeitslosigkeit stieg, die Löhne fielen ins Bodenlose und die KPD erhielt immer mehr Zulauf. Die staatstragenden Gewerkschaften waren inzwischen so ausgeblutet, dass sie von der Regierung finanziert werden mussten. Als Gustav Stresemann Reichskanzler wurde brach er am 26.

September den Ruhrkampf ab. Entscheidend war dabei die Furcht vor einem Umsturz. Die Behauptung des Reichskanzlers Cuno (Vorgänger von Stresemann), das Deutsche Reich könne die Reparationen nicht erbringen, wurde stillschweigend kassiert. Jetzt aber waren die Bedingungen gegeben, eine Stabilisierung der Währung zugunsten des großen Kapitals durchzuführen. Diese Stabilisierung forderten auch die Siegermächte als Vorraussetzung von Verhandlungen über die Reparationszahlungen, die zum Dawes-Plan führten. Mit der Währungsreform des November 1923 (Einführung der Rentenmark, unterbindung von Spekulationen) wurde die Inflation beendet.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse konnten sich im Verlauf des Jahres 1924 stabilisieren - in ihrer Folge auch die politischen Verhältnisse. Die Folgen Mit der Hinnahme der inflationären Geldentwertung konnten die ökonomischen und sozialen Lasten des verlorenen Krieges auf die Masse der abhängig Beschäftigten und die reinen Geldvermögensbesitzer abgeschoben werden. Erst 1928 erreichten die Reallöhne im Durchschnitt wieder das Niveau des Jahres 1913 (nach den Zahlen der amtlichen Statistik). Ein wesentlicher Teil der Mittelschichten - gewohnt ihr Leben ohne Hilfe des Staates zu gestalten, ja Feinde des Sozialstaates - fand sich in Armut wieder. Ihre finanziellen Rücklagen schmolzen in der Inflation bis auf kümmerliche Reste dahin. Die Inflation als wichtiger Teil eines gesamtgesellschaftlichen Prozesses der frühen Jahre der Weimarer Republik hat die erste deutsche Demokratie in den Augen vieler diskrediert.

Teile der gesellschaftlichen Mitte, das kleine und mittlere Bürgertum, fühlten sich von der Republik betrogen. Wachsende Teile der Arbeiterschaft vermochten in diesem Staat (anders als 1920, als sie auf den Kapp-Putsch mit einem Generalstreik reagierten) nichts Verteidigenswertes mehr zu erblicken, insbesondere als mit der Weltwirtschaftskrise ab 1929 ihre soziale Lage wieder wie 1923 katastrophal wurde. Die Machtübergabe an Adolf Hitler ist das Ergebnis einer ganzen Reihe von desaströsen Umständen und Entwicklungen des Kaiserreichs und der Weimarer Republik, zu denen die Inflation der ersten Jahre gehört. Anfangs- und Krisenjahre der Weimarer Republik (1918-1923) 1918 28.10 auf Druck der USA (Vorbedingung für Waffenstillstand): Verfassungsänderung (Parlamentarisierung des Reiches, d.h.

Regierung wird vom Parlament abhängig) 3.11. Matrosenaufstand in Kiel 3.-9.11. »Novemberrevolution«, Doppelausrufung der Republik Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten 10.

11. Bildung des Rats der Volksbeauftragten (Revolutionsregierung) 1919 Jan. Januaraufstand des kommunistischen Spartakusbundes in Berlin wird niedergeschlagen 19.1. Wahlen zur Nationalversammlung (»Weimarer Koalition« (SPD, DDP, Zentrum) 11.2.

Friedrich Ebert (SPD) wird Reichspräsident 1920 13.-16.3. rechtsgerichter Kapp-Putsch wird durch Generalstreik niedergeschlagen 1923 11.1. Besetzung des Ruhrgebiets durch die Franzosen und Belgier (Ruhrbesetzung) mit anschl.

passivem Widerstand (»Ruhrkampf« bis Sept.)   Okt. Separatistenbewegung im Rheinland Reichswehreinsatz gegen Volksfrontregierungen (KPD, SPD) in Sachsen und Thüringen   Nov. Höhepunkt der galoppierenden Inflation Währungsreform (Rentenmark)   9.11. Hitler-Putsch in München  

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