Tschernobyl
Referat:
Tschernobyl
Gliederung :
Einleitung
Hauptteil
Schluss
Einleitung:
Lage von Tschernobyl:
Tschernobyl liegt im Norden der Ukraine, 130km nördlich von der Hautstadt
Kiew und 20 km von einem Atomkraftwerk entfernt. Die Einwohnerzahl von
Tschernobyl beträgt etwa 10200 Einwohner. Doch am 26. April 1986 passierte
es dann: Der "Super Gau" ( Größter anzunehmende Unfall ) Die Brennstäbe
überhitzten und es kam zu einer Wasserstoffexplosion bei der nach
sowjetischen Angaben 31 Menschen ums Leben kamen.
Wie konnte es dazu kommen?
Wie reagierte die Regierung?
Was gab es noch für Folgen?
Wie kann man verhindern, dass so etwas noch mal passiert?
Hauptteil: Das Atomkraftwerk Tschernobyl bestand insgesamt aus 4 Blöcken.
Am 25.
April 1986 sollte im 4. Block ein Experiment stattfinden, bei dem
überprüft werden sollte, ob die Turbinen bei einem kompletten
Stromausfall im Kraftwerk noch genügend Strom liefern können, um die
Notkühlung des Reaktors zu gewährleisten.
Um das Experiment unter realistischen Bedingungen ablaufen zu lassen,
wurde zuvor das Notprogramm abgeschaltet, das für die Kühlung zuständig
gewesen wäre.
Noch dazu kamt, das das Experiment verschoben wurde, sodass die
unvorbereitete Nachtschicht des 26. April das Experiment durchführen
musste.
Durch einen Bedienungsfehler des unerfahrenen Reaktoroperators Leonid
Toptunow fiel kurz vor Beginn des Experiments die Reaktorleistung stark
ab.
Um sie wieder anzuheben, entfernten die Operatoren Bremsstäbe (mit
denen die atomare Kettenreaktion kontrolliert werden kann) und
unterschritten dabei die zulässige Minimalgrenze von 28 Stäben.
Akimow, der Schichtleiter, und Toptunow wollten den Test abbrechen,
doch Djatlow trieb sie weiter an. Dabei sprach er die historischen Worte:
"Noch ein, zwei Minuten, und alles ist vorbei! Etwas beweglicher, meine
Herren!"
Spätestens an dieser stelle wäre das Sicherheitsprogramm komplett
angelaufen und hätte eine Katastrophe verhindert.
Als Akimow den sprunghaften Leistungsanstieg im Reaktor bemerkte, löste
er das Sicherheitsprogramm manuell aus. Sofort wurden alle Bremsstäbe
eingefahren (über 200 Stück!).
Der größte Konstruktionsfehler trat nun auf, denn die
Einfahrgeschwindigkeit war viel zu niedrig.
Deutlich langsamer als in
Westlichen Kernkraftwerken. Fatalerweise hatten sich durch die
ungeheure Hitze im Reaktorkern auch noch
die Kanäle der Bremsstäbe verformt, und die Bremsstäbe verklemmten sich
unwiderruflich.
Nun war die Katastrophe nicht mehr zu verhindern.
Es gab eine Wasserstoffexplosion.
Die Regierung der Ukraine versuchte zunächst den Unfall zu vertuschen.
Doch in Schweden, Norwegen und Finnland wird erhöhte Radioaktivität
gemessen.
Eine schwedische Militärforschungsanstalt schließt einen Unfall in einem
russischen Atomkraftwerk nicht aus. Die sowjetische Atomenergiebehörde
bestreitet eine Reaktorkatastrophe. Sie behauptete, dass es nur einen
kleinen Unfall gegeben hätte, bei den einige Mitarbeiter zu schaden
gekommen sein.
Zwei Tage später gab ein dänisches Laboratorium für Nuklearforschung
bekannt, dass im Atommeiler Tschernobyl ein GAU stattgefunden habe,
wobei eine Reaktorstufe vollständig geschmolzen sei. Beim Durchschmelzen
des Reaktorkerns wurde die gesamte Radioaktivität an die Außenwelt
abgegeben.
Die übrigen Reaktoren wurden im gleichen Jahr wieder in Betrieb
genommen.
1991 verpflichtete sich die Regierung, das Kraftwerk stillzulegen. Eine
sofortige Stilllegung war allerdings aus energiepolitischen Gründen nicht
möglich. So entwickelten westliche Staaten 1994 Hilfsmaßnahmen, um die
Schließung des unsicheren Kraftwerkes zu erreichen.
Die G-7-Staaten und die EU sagten 1995 der Ukraine finanzielle Mittel zu,
wenn das Kraftwerk bis zum Jahr 2000 endgültig stillgelegt werde. Die
Ukraine deckt, um teure Brennstoffimporte möglichst zu vermeiden, rund
40 Prozent ihres Energiebedarfs aus Kernenergie. Vor diesem Hintergrund
und gegen heftige Proteste aus dem Ausland ging im März 1999 Block 3 vom
Kernkraftwerk Tschernobyl wieder in Betrieb.
Schließlich gelang es unter
diplomatischen Vermittlungen und Zusicherung weiterer finanzieller Mittel,
die Ukraine zur Stilllegung zu bewegen. Das Kraftwerk von Tschernobyl
wurde am 15. Dezember 2000 endgültig stillgelegt.
Direkt bei der Explosion sind laut sowjetischer Angaben 31 Menschen
getötet worden. , die Zahl der durch die Strahlung verursachten Todesfälle
ist bis heute unbekannt. Mehr als 100 000 Menschen wurden aus dem
unmittelbaren Gefahrenbereich evakuiert.
Die Nahzone (ca. fünf Kilometer
um das Reaktorgebäude) ist bis auf weiteres unbewohnbar. Von den
unmittelbar verantwortlichen Funktionären wurden 1987 sechs zu
Haftstrafen in Arbeitslagern verurteilt. Die Folgen sind noch heute zu
sehen. Bei Menschen, Tieren und Pflanzen.
Schluss:
Das Gebiet rund um den ehemaligen Atomreaktor ist bis heute noch verstrahlt, sodass man sich dem Katastrophengebiet immer noch nur bis auf mehrere Kilometer nähern darf.
Außerdem gibt es noch heute missgebildete Menschen, die auf Grund der hohen Strahlenwerte zum Zeitpunkt des Unglücks den Strahlen stärker ausgesetzt waren und somit im schlimmsten Falle eine genetische Manipulation stattgefunden hat. Aber nicht nur Menschen haben Schaden genommen. Auch Tiere sind mutiert und die Pilze die aus Finnland kommen sind bis heute noch ungenießbar.
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