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  Camus, albert: die pest

1 Biografie des Autors Albert Camus wurde am 7. November 1923 in Mondovi, in Algerien geboren. Da er ein Stipendium bekam, war es ihm möglich das Gymnasium zu besuchen. Später begann er das Studium der Philosophie an der Universität von Algier, mußte dieses jedoch aufgrund einer Tuberkuloseerkrankung abbrechen. Er arbeitete danach als Journalist, Schauspieler, sowie Regisseur. Camus unternahm zu dieser Zeit lange Reisen innerhalb Europas, außerdem engagierte er sich sehr stark in der antifaschistischen Bewegung.

Im Jahre 1940 mußte Camus nach Paris ziehen, da er wegen eines sozialkritischen Artikels des Landes verwiesen worden war. In Paris arbeitete er an der Zeitung 'Paris Soir' mit. Zur Zeit des 2. Weltkrieges war Camus Mitglied der Résistance und war einer der Mitbegründer der illegalen Zeitung 'Combat', welche Forum der gleichnamigen Widerstandsbewegung war. 1957 wurde Camus der Nobelpreis für Literatur verliehen. Nur knapp zwei Jahre später, am 4.

Januar 1960, starb er bei einem Autounfall in Frankreich. 2 Inhaltsangabe Die Geschichte der Pest spielt 194.. in Oran, einer französischen Präfektur im Norden Afrikas an der algerischen Küste. Es beginnt damit, daß in der Stadt immer mehr tote Ratten gefunden werden. Bald darauf erkranken Einwohner an einer mysteriösen Krankheit.

Dr. Bernhard Rieux ist einer der Ärzte der Stadt, der die Erkrankten behandelt. Er ist gleichzeitig die erste Hauptfigur der Chronik, auf dessen Aufzeichnungen diese sich stützt, und die er, wie sich am Ende des Romans herausstellt, selbst verfaßt hat. Nach einiger Zeit ist er der Meinung, daß es sich nicht um eine normale Erkrankung handeln kann, da es zu viele Kranke gibt. Die Stadtverwaltung versucht dennoch den Ausnahmezustand so lange wie möglich hinauszuzögern. Sie wird jedoch durch die hohe Anzahl der Erkrankten gezwungen die Stadttore zu schließen und ihn zu erklären.

Die Einwohner der Stadt werden immer einsamer und schmerzerfüllter, da ihre Freunde und Verwandten an der Pest erkranken und sterben. Da viele Einwohner am liebsten fliehen würden, müssen die Stadttore von Bewaffneten bewacht werden. In der Stadt wird die Unterbringung der Kranken zum immer größeren Problem, da nicht genügend Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Auch die Behandlung der Kranken ist schwierig, da es an Ärzten sowie an Hilfspersonal mangelt. Den Kranken kann des weiteren kaum geholfen werden, weil die Impfstoffe und Medikamente in zu geringen Mengen vorhanden sind und fast immer keine Wirkung zeigen. Nun entschließt sich Tarrou, die zweite Hauptperson, der ein späterer Freund Rieux ist, eine Sanitäts- und Hilfstruppe aufzustellen, die den Ärzten bei ihren Einsätzen hilft.

Im dritten Teil erreicht die Pest ihren Höchststand. Zu dieser Zeit wird in der Stadt langsam alles knapp. So werden selbst die Begräbnisse immer armseliger. Als selbst der Versuch mit Massengräbern an Platzmangel scheitert, werden die Leichen verbrannt. Auch die Gesetze werden verschärft, bis es eine Ausgangssperre ab 23.00 Uhr gibt.

Die Bürger verzweifeln immer mehr und versuchen sich teilweise in ihren Wohnungen anzuzünden.. Durch diese häufigen Brände ist die Stadt jedoch in Gefahr abzubrennen. Im vierten Teil werden nun auch die Ärzte und Hilfskräfte ihrer Arbeit müde und sind zunehmend erschöpfter. So vernachlässigen sie nun immer mehr die Hygiene- und Schutzvorschriften, um sich Arbeit zu sparen. Doch nun, wo ein noch stärkerer Kampf gegen die Seuche gar nicht mehr möglich ist, kommt es dazu, dass Erkrankte, die alle Anzeichen der Pest haben, am folgenden Tag wieder gesund sind.

Dieses Geschehen lässt die Hoffnung wachsen, dass die Pest zurückweicht. Dies ist sogar tatsächlich der Fall, und es gibt immer weniger Erkrankte. Im letzten Teil geht die Pest immer weiter zurück, und es kommt die Hoffnung auf, die Stadt würde bald wieder frei sein. Von diesem Moment an nimmt die Zuversicht immer weiter zu, obwohl die Gefahr noch nicht gebannt ist. Ein Beispiel für die noch immer herrschende Gefahr ist Tarrou, der vier Tage vor der Öffnung der Tore stirbt. Doch als die Tore endlich geöffnet werden, scheint es, als ob all die Toten wieder vergessen wären und die Stadt taumelt vor Freude.

Nur Dr. Rieux ist nicht so zuversichtlich, denn er weiß, daß die Pest nie ausstirbt und jederzeit wieder ausbrechen kann. 3 Persönliche Stellungnahme Ich denke, daß die Chronik 'Die Pest' einen guten Eindruck von den Ängsten und Gefühlen vermittelt, die die Einwohner durch das isolierte Leben in der Stadt erleben mußten. Außerdem ist es eindrucksvoll und erschreckend zu erleben mit was für einer Willkür die Seuche um sich greift, und wie sich niemand dagegen wehren kann. Meiner Meinung nach steht das Buch symbolisch für das Geschehen im zweiten Weltkrieg. Die Nationalsozialisten, die mit der selben Willkür Menschen getötet haben wie die Pest es getan hat, werden hier durch die Seuche dargestellt.




Die Helfer, angeführt von dem Arzt Rieux stehen symbolisch für den Widerstand den es auch im dritten Reich gab. Ebenso beweist das Buch aber auch ständige Aktualität, da man die Seuche jederzeit mit einem anderen Unfall wie zum Beispiel Tschernobyl oder anderen Epidemien in Verbindung bringen kann.

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