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Cicero   Marcus Tullius Cicero, 106 - 43 v. Chr., der bedeutendste Redner Roms, in dessen Werken die kunstmäßige lateinische Prosa am höchsten ausgebildet ist; die einzige große Persönlichkeit des Altertums, die uns als Mensch und als Schriftsteller völlig klar vor Augen steht. Nach sorgfältiger Jugendbildung war Cicero in Rom als Anwalt tätig, fand trotz seiner Herkunft aus dem Mittelstande einer kleinen Provinzhauptstadt (Arpinum im Liristal) als > homo novus vermöge seiner Begabung, seiner erstaunlichen Arbeitskraft und schließlich auch seines nicht unberechtigten Ehrgeizes Zugang zu den höchsten Staatsämtern und entfaltete daneben eine überaus wirksame schriftstellerische Wirksamkeit. Auf dem Höhepunkt seiner politischen Laufbahn unterdrückte er 63 v. Chr.

als Consul die Verschwörung > Catilinas; infolge der gesetzwidrigen Hinrichtung der Catilinarier wurde er 58 verbannt, jedoch ein Jahr später ehrenvoll zurückgerufen. Der schweren Zeit der Bürgerkriege war der politische Idealist, der zeitlebens an die altrömischen Ideale und die längst entschwundene Größe des Senates glaubte,nicht gewachsen. Er stand auf Pompeius' Seite und wurde nach dessen Sturz von Caesar begnadigt; nach Caesars Ermordung (44 v. Chr.) betrieb er als Führer der Senatspartei die Wiederherstellung der alten Freiheit, wurde aber nach der Errichtung des (2.) Triumvirats auf Veranlassung des Antonius, den er sich durch haßerfüllte Schmähreden (> Phillipica) zum bittersten Feinde gemacht hatte, geächtet und ermordet (> Gesten).

  Ciceros literarischer Nachlaß besteht aus zahlreichen Volks-, Senats- und Gerichtsreden, aus wissenschaftlichen Schriften über Redekunst und Philosophie und einem sehr ausgedehnten Briefwechsel. Die Reden wurden, nachdem sie ihren unmittelbaren praktischen Zweck erfüllt hatten, für die Herausgabe umgeformt und als literarische Kunstwerke veröffentlicht; sie zeigen den raffinierten Anwalt und glänzenden Stilisten, der der künstlerische Vollender der lateinischen Sprache geworden ist (> Ciceronianismus); auch für die Geschichte dieser vielbewegten Zeit bieten sie eine wertvolle Quelle. Die wichtigsten sind die Reden für Roscius Amerinus, gegen Verres, für das Imperium des Cn. Pompeius, gegen Catilina, für Murena, für den Dichter Archias, für Milo und die sogen. Philippischen Reden gegen M. Antonius.

Die rhetorischen Schriften de oratore, Brutus, orator schildern den Entwicklungsgang der römischen Beredsamkeit und das Ideal eines Redners, wie es dem reifen Kenner dieser Kunst vor der Seele stand und in ihm selbst verkörpert war. In den philosophischen Schriften de re publica: "Die beste Staatsform; de officiis: "Die Pflichten"; de finibus bonorum et malorum: "Das größte Gut und das größte Übel"; Tusculanae disputationes: "Gespräche in Tusculum über den Weg zur Glückseligkeit"; Cato maior de senectute: "Das Alter"; Laelius de amicitia: Die Freundschaft"; und andere vermittelte er, ohne selbst ein tiefer Denker und selbständiger Forscher zu sein, das reiche Gedankengut der griechischen nacharistotelischen Philosophie, konventionell formuliert, den Römern (> Akademie); so wurde er philosophischer Lehrer und Sprachschöpfer für sein Volk und durch den starken Einfluß, den seine philosophischen Schriften auf die Nachwelt hatten, einer der großen Erzieher der Menschheit. Ciceros Briefe, die in vier umfangreichen Sammlungen erhalten sind, gehören zu den eigenartigen und wertvollsten Stücken der römischen Literatur; wir blicken durch sie einem bedeutenden Menschen, der sich hier vor vertrauten Freunden (> Atticus) ohne Maske offenbart, in die geheimsten Falten seines Herzens; auch sind die Briefe eine unschätzbare Quelle für die politischen und kulturellen Verhältnisse seiner Zeit. Es handelt sich um 3 Bücher Briefe an seinen Bruder Quintus, 16 Bücher an Atticus, 2 Bücher an M. Brutus, endlich 16 Bücher an verschiedene Adressaten (ad familiares), unter denen auch rund 100 Briefe von Ciceros Korrespondenzpartnern sind, also auch Schreiben von Caesar, Brutus, Pompeius. - Die Mißachtung, die Cicero bei Historikern des vorigen Jahrhunderts erfuhr (Drumann, Mommsen) ist heute durch eine vorurteilsfreie Würdigung seiner Persönlichkeit längst überwunden: Als Politiker zweifellos gescheitert, wurde Cicero Meister der lateinischen Rede, und als Philosoph wird er sogar heute noch oft unterschätzt.

 

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