Julius Caesar
1. Einleitung
Caesar, Gaius Julius (100-44 v. Chr.), römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller, der die Voraussetzungen für das römische Kaiserreich schuf.
2. Die frühen Jahre
Er wurde am 12.
oder 13. Juli 100 v. Chr. in Rom geboren und gehörte einer der bedeutendsten römischen Familien, der Gens Iulia (Geschlecht der Julier), an.
Sein Onkel war der bedeutende Feldherr Gaius Marius, durch den er mit Lucius Cornelius Cinna bekannt wurde.
84 v.
Chr. heiratete er Cinnas Tochter Cornelia, mit der er eine Tochter, Julia, hatte. Nachdem Caesar verschiedene militärische Missionen im Osten erfüllt hatte - u. a. in Kilikien in Kleinasien - kehrte er erst 78 v. Chr.
nach Rom zurück. Da es ihm nicht möglich war ein politisches Amt zu erwerben, verließ er Rom noch einmal und ging nach Rhodos, wo er Rhetorik studierte.
73 v. Chr. kehrte er erneut nach Rom zurück und wurde Mitglied des Priesterkollegiums der Pontifices, das für Fragen des römischen Staatskultes zuständig war und das somit auch politischen Einfluss ausüben konnte.
3.
Das 1. Triumvirat
71 v. Chr. war Pompeius im Triumph nach Rom zurückgekehrt, nachdem er sich unter Sulla zahlreiche militärische Verdienste erworben hatte. Im vorausgehenden Jahr hatte Marcus Licinius Crassus, ein reicher Patrizier, als Prokonsul den von Spartakus angeführten Sklavenaufstand in Italien niedergeschlagen. Beide waren dafür im Jahr 70 v.
Chr. zu Konsuln gewählt worden.
68 v. Chr. war Caesar Quästor und 65 v. Chr.
kurulischer Ädil, als der er sich durch die Veranstaltung aufwendiger Gladiatorenspiele Popularität beim einfachen Volk zu sichern wusste. Zu deren Finanzierung lieh er sich Geld von Crassus. Als er 60 v. Chr. nach einem Jahr als Verwalter von Spanien nach Rom zurückkehrte, schloss er mit Pompeius und Crassus ein Bündnis zur Durchsetzung gemeinsamer Interessen: das 1. Triumvirat.
Um ihre Beziehung noch weiter zu festigen, heiratete Pompeius Caesars Tochter Julia.
Mit Unterstützung des Triumvirats wurde Caesar für das Jahr 59 v. Chr. zum Konsul gewählt und erhielt im Folgejahr durch ein Sondergesetz als Prokonsul für fünf Jahre die Verwaltung der Provinzen Gallia Cisalpina, Illyricum und Gallia Narbonensis, wodurch es ihm möglich wurde, seine Macht gegen den Senat auszubauen. In den folgenden Jahren führte er die Gallischen Kriege, in deren Verlauf er ganz Gallien eroberte, zweimal über den Rhein zog und nach Britannien übersetzte.
4.
Die Auflösung des Bündnisses
56 v. Chr. erneuerten die Triumvirn bei einem Treffen in Luca ihr Bündnis, nachdem es zwischenzeitlich zur Entfremdung zwischen Pompeius und Crassus gekommen war. Dabei wurde beschlossen, dass Caesar weitere fünf Jahre in Gallien bleiben sollte, während sich Pompeius und Crassus für das Jahr 55 v. Chr. zu Konsuln wählen lassen und im darauf folgenden Jahr als Prokonsuln in ihre jeweiligen Provinzen gehen sollten.
Danach reiste Caesar ab, um einen Aufstand in Gallien niederzuschlagen und seinen Britannienfeldzug zu führen.
53 v. Chr. wurde der ehrgeizige Crassus, dem die Verwaltung über Syrien zugefallen war, bei einem Feldzug gegen die Parther bei Carrhae besiegt und getötet, nachdem im Jahr zuvor Caesars Tochter Julia, die Ehefrau des Pompeius, gestorben war. Nachdem auch ihre familiären Bindungen zerrissen waren, war die endgültige Entfremdung zwischen Caesar und Pompeius besiegelt, und das Bündnis brach auseinander.
5.
Der Bürgerkrieg
52 v. Chr. wurde Pompeius entgegen der üblichen Gepflogenheit zum alleinigen Konsul mit außergewöhnlichen Vollmachten gewählt. Während Caesar durch den Krieg in Gallien festgehalten wurde, hatten seine politischen Gegner bereits im vorausgehenden Jahr offen versucht, ihn von dort abberufen zu lassen und in Rom vor Gericht zu stellen. Pompeius versuchte, die günstigen Umstände auszunutzen, um seinen Rivalen auszuschalten und sich die Alleinherrschaft zu sichern, und näherte sich zu diesem Zweck politisch der Senatspartei an. Schließlich beschloss der Senat die Absetzung Caesars.
Daneben stattete er Pompeius mit unbeschränkten Vollmachten aus, um den Kampf gegen Caesar aufzunehmen.
Der Bürgerkrieg begann, als Caesar Anfang des Jahres 49 v. Chr. den Rubikon überschritt, einen kleinen Grenzfluss, der seine Provinz Gallia Cisalpina von Italien trennte. Innerhalb von drei Monaten hatte er die Kontrolle über ganz Italien erlangt, gewann danach die beiden spanischen Provinzen, den eigentlichen Rückhalt des Pompeius, und schließlich nach halbjähriger Belagerung die Hafenstadt Massilia (Marseille).
Inzwischen war Caesar in Rom zum Diktator ernannt worden, übte das Amt jedoch nur wenige Tage aus und wurde für das Jahr 48 v.
Chr. zum Konsul gewählt.
Anfang dieses Jahres verfolgte er Pompeius nach Griechenland und besiegte ihn endgültig in der Schlacht bei Pharsalos. Pompeius selbst entkam nach Ägypten, wo er jedoch ermordet wurde, noch bevor Caesar ihn dort eingeholt hatte. Caesar besetzte Alexandria und entschied den ägyptischen Thronstreit zugunsten Kleopatras, die ihm später einen Sohn (Caesarion) schenkte.
47 v.
Anmerkungen: |
| impressum | datenschutz
© Copyright Artikelpedia.com