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  Inhaltsangabe siddharta

Inhaltsangabe Siddharta  Siddharta ist ein Brahmanensohn der von allen verehrt und bewundert wird. Seine Haltung und sein Anstand doch auch seine Bewegungen deuten darauf hin, dass er etwas besonderes werden wird. Eines Tages entschliesst er sich die Stadt zu verlassen, da er davon überzeugt ist, dass er alles was er in dieser Stadt lernen kann bereits gelernt habe. Sein Ziel ist es sein innerstes durch neue Erfahrungen zu erreichen. Daraufhin entschliesst er sich fort zu gehen und sein Freund Govinda, der ihn mehr als alle anderen bewundert, folgt ihm auf seinem Weg. Sie folgen den Samanas, schliessen sich ihnen an, schenken ihnen Gehorsam und begleiten sie eine Weile auf ihrem Weg .

Bei den Samanas lernen sie Hunger, Durst, Schmerz und Kälte zu unterdrücken. Doch auch diese kurze Flucht vor dem „ich sein“, die sei bei den Samanas erreichen, konnte ihnen nicht zu ihrem innersten verhelfen und Siddharta entschliesst sich die Samanas zu verlassen, da ihm auffällt, dass die ältesten der Samanas schon über siebzig Jahre alt sind und ihr innerstes noch immer nicht erreicht haben. Er glaubt nicht, dass ihm diese Erfahrungen zur Erlösung verhelfen können. So teilt Siddharta seinen und Govindas Entschluss weiterzuziehen dem ältesten der Samanas mit. Doch dieser ist von diesem Entschluss nicht sehr erfreut und will die beiden eigentlich gar nicht gehen lassen aber Siddharta zeigt ihm, was er bei ihnen gelernt hat und macht den alten willenlos. Sie reisen weiter in die Stadt Savati um den Buddha Gotama zu sehen und seine Lehren zu hören.

Govinda entschliesst sich Gotamas Jüngern beizutreten doch Siddharta denkt, dass etwas in den Lehren des Buddhas nicht übereinstimmt. Buddha spricht vom ewigen Kreislauf aber redet er auch davon, dass man sich von diesem Kreislauf erlösen könne. Gotama kann all seine Lehren vom Kreislauf und wie alles voneinander abhängig ist beweisen nur die Sache mit dem sich Erlösen kann nicht bewiesen werden. Govinda ist von den Lehren Gotamas fasziniert und schliesst sich den Jüngern Gotamas an um seine Lehre zu befolgen. Siddharta möchte die Erlösung vom Ich alleine finden, sowie auch Gotama es alleine und ohne Lehre geschafft hat. Also entschliesst sich Siddharta alleine weiterzuziehen und verabschiedet sich von seinem Freund Govinda, der ihn bis zu diesem Zeitpunkt überall hin begleitet hatte.

Siddharta sieht jetzt all das alltägliche wie Sonne, Mond, Wasser und Sterne mit anderen Augen, er sieht sie mit den Augen eines Kindes. Um Atman erreichen zu können muss er sich selbst erleben, sich selbst kennenlernen. Um die Stimme im inneren hören zu können bedarf es keinen Lehren, auch Gotama erreichte das Ziel, die Erleuchtung, nicht durch Lehren sondern durch das unaussprechliche und nicht lehrbare. Siddharta wird auf seinem Weg zum Fluss vieles klar und verständlich. Die Nacht verbringt er in der strohenen Hütte, des Fährmannes. In dieser Nacht träumt er von seinem Freund Govinda, der ihn fragt, warum er ihn verlassen habe.

Als Siddharta Govinda zu sich zieht und ihn küssen will verwandelt sich Govinda in eine Frau mit vollen Brüsten. Als Siddharta am nächsten Morgen aufwacht bittet er den Fährmann ihn über den Fluss zu bringen. Der Fährmann erzählt ihm, es sei ein schöner Fluss und er habe schon viel von ihm gelernt. Siddharta sagt dem Fährmann, er habe kein Geld bei sich und auch kein Geschenk als Dankeschön. Der Fährmann ist sich sicher, er werde Siddharta nicht das letzte mal gesehen haben. Er wird ihm das nächste mal etwas geben, er ist sich sicher, denn der Fluss habe ihm gelehrt, dass alles zurückkommt.

Siddharta bedankt sich nochmals, glaubt aber nicht an die Worte des Fährmanns. Siddharta setzt seine Reise wieder fort und kommt nach einer Weile in eine Stadt. In dieser Stadt sieht er eine wunderschöne, wohlhabende Frau, die in einem reichen Haus voller Diener lebte. Er nimmt sich vor diese schöne Frau kennenzulernen, doch ist er noch immer ein Bettler. Er lässt sich die Haare schneiden und beschliesst von dieser Frau die Künste und Geheimnisse der Liebe zu lernen. Die schöne, wohlhabende Frau heisst Kamala und als Siddharta die Diener auffordert ihn zu ihr zu lassen, lässt Kamala ihn hereinführen.

Siddharta erzählt ihr, dass er bei ihr lernen möchte. Sie ist jedoch nur dazu bereit, wenn Siddharta arbeiten gehe um sich schöne Kleider zu kaufen und um Geld im Beutel zu haben um ihr Geschenke zu machen. Kamala fragt ihn wo seine Begabungen liegen würden. Er erzählt ihr, dass er denken, fasten, dichten und lesen kann. Kamala ist davon begeistert, dass Siddharta lesen kann. In diesem Moment bekommt Kamala Besuch und Siddharta muss verschwinden.


Am nächsten Tag geht er sie wieder besuchen und bekommt von Kamala die Nachricht, dass sie eine Arbeit beim reichsten Kaufmann der Stadt, bei Kamaswami für Siddharta gefunden zu haben. Er werde bereits erwartet. Kamala ist erst mit Siddharta zufrieden, wenn er genau so reich ist wie Kamaswami. Siddharta möchte Kamala beweisen was er kann. Kamala unterschätzt die Künste Siddhartas und fragt ihn wie er es geschafft habe, dass all das was er sich gewünscht hat in Erfüllung geht. Siddharta erklärt ihr, dass man es nur wirklich wollen muss.

Man muss warten können und darf nicht zu früh aufgeben. Er erklärt ihr, er habe das Ziel, die wunderschöne Kamala kennenzulernen und von ihr die Geheimnisse der Liebe zu lernen. Er ist sich sicher, dass er die schöne Kamala für sich gewinnt. Kamala ist nicht wirklich überzeugt von den Worten Siddhartas, doch liebt sie seine Stimme und seinen Blick und küsst ihn zum Abschied. Als Siddharta beim Kaufmann zu arbeiten beginnt macht er sich zum Vorsatz, den Kaufmann als seinesgleichen zu betrachten und sich ihm nicht unterzuordnen. Er nimmt die Arbeit als ein Spiel auf.

Schon bald traut Kamaswami Siddharta alles an und besteht auf seinen Rat bei Geschäften. Siddharta trägt nun feine Kleider und bringt Kamala viele Geschenke. Trotz dem Erfolg, den Siddharta beim Kaufmann hat, ist er noch immer derselbe. Er betrachtet diese Geschäfte nur als Spiel bei dem man gewinnen oder verlieren kann. Beim Gewinn freut er sich und über Verluste lacht er nur. Er betrachtete sich auch nicht als etwas besseres, weil er in teuren und schönen Kleidern herumläuft und andere in lumpenartigen.

Alle sind ihm willkommen. Er sieht all die Menschen als Kinder, die von diesem Spiel „Handeln und Betrügen“ leben. Er erkennt, wie diese Menschen dieses Spiel voller Leidenschaft spielen und findet es schade, dass ihn dieses Spiel überhaupt nicht berührt, dass er es nur oberflächlich dahin nimmt. Er spürt, dass er nicht im Leben steht sondern nur daneben, sozusagen als Zuschauer. Er wünschte sich aber im Leben zu stehen, das Gefühl zu haben dazu zu gehören. Er fühlt sich nur von Kamala richtig verstanden.

Siddharta lernt bei Kamala nicht nur die Künste der Liebe, er lernt auch ihr inneres, ihre Seele kennen und betrachtet sie als seinesgleichen. Kamala äussert Siddharta gegenüber ihren Gedanken ein Kind von ihm zu bekommen. Auch wenn sie sich nicht lieben. Siddharta sagt die Liebe sei für sie nur ein Spiel, so wie alles andere, das ganze Leben nur ein Spiel für sie sei. Das ist der Unterschied zwischen ihnen und den Menschen, die sich dem Spiel des Lebens voller Leidenschaft hingeben. Die Kindermenschen lieben, Siddharta und Kamala können das nicht.

Das heisst sie geben sich dem Leben nicht hin wie es die Kindermenschen tun. Siddharta und Kamala können leben ohne von etwas abhängig zu werden. Die Jahre vergehen, Siddharta wird reich und besitzt schon längst ein eigenes Haus mit eigenen Dienern. Die Menschen gehen oft zu ihm, um ihn um Rat zu fragen. Doch ausser Kamala steht ihm niemand wirklich nahe. Die Freude am Denken und auf die innere Stimme zu hören hat er schon ziemlich verlernt.

Siddharta lebt wie ein reicher Kaufmann und fühlt sich auch so. Auch Glücksspiele hat er bereits kennengelernt. Siddharta wird den Kindermenschen immer ähnlicher. Je ähnlicher er ihnen wird, umso mehr beneidet er sie. Diese Menschen legen ihrer Arbeit viel Leidenschaft, Wichtigkeit und Kinderfreude bei und gerade das nimmt Siddharta von den Kindermenschen nicht an. Er übernimmt nur die schlechten Eigenschaften.

Trotzdem fühlt er sich ihnen überlegen und sieht sie immer noch mit den Augen eines Samanas, also mit ein wenig Verachtung. Er findet keine Freude mehr am "Handelspiel", kann sich nicht mehr über Verluste und Gewinne amüsieren. Es ist schon soweit, dass er sich vor sich selbst ekelt und erkennt, dass es nun Zeit ist, die Stadt zu verlassen. Er geht ohne dass er erfährt, dass Kamala ein Kind von ihm erwartet. Als Kamala erfährt, dass Siddharta die Stadt verlassen hat, wundert sie das nicht, da sie dies schon erwartet hat. Siddharta läuft durch den Wald und weiss nur eines ganz genau und zwar, dass er nie mehr zurück gehen wird.

Er kommt sich schmutzig vor und möchte am liebsten tot sein. Er läuft weiter mit Tausenden von Fragen und Gedanken im Kopf und gelangt an den Fluss, den er einst mal überquert hatte um zur Stadt Sansara zu gelangen. Er bleibt stehen und sieht einen Baum der gekrümmt über dem Ufer hängt. Er hängt sich an dem Baum und überlegt sich ob er loslassen soll. Er hat keinen Grund mehr den ihn am Leben erhalten würde. Seine Seele ist schmutzig und ermüdet und das einzige was ihm richtig erscheint ist der Tod.

Als er sich fallen lässt, sinkt er doch dann kam aus tiefster Seele, ohne dass er sich Gedanken darüber macht, ein Wort, ein Klang aus seinem Munde. Es ist das alte Anfangs und Schlusswort aller brahmanischen Gebete, das heilige „Om“, das soviel bedeutet wie „das Vollkommene“. (Zitat Seite 73) In dem Moment, als er begreift welches Wort er so einfach gedankenlos ausspricht, erwacht er und weiss sein Leben wieder fortzusetzen. Es erschreckt ihn als ihm klar wird wie tief er gesunken ist und wie verzweifelt er da stand und dem Tod entgegen eilte. Er sprach nochmals „Om“ und weiss auf einmal alles wieder, was er vor der Verwandlung seines Ichs, zum reichen Kaufmann, wusste. Er wusste wieder um all das Göttliche und um die Unzerstörbarkeit des Lebens.

Er weiss auch wieder um Brahman, doch all das nur für einen sehr kurzen Augenblick. Nun ist er erschöpft, legt sich hin und schläft unter dem Kokosnussbaum ein. Er schläft tief und frei von Träumen, was er schon lange nicht mehr hatte. Als er wieder aufwacht kommt ihm das vorige Leben voller vor als sei es vor langer Zeit einmal gewesen. Er hat sich von dem befreit was er vor dem Sprung ins Wasser fühlte, liess alles hinter sich. Er erinnert sich auch an das Wort Om, dass ihm seinen Lebenswillen zurückgegeben hat.

Dieser Schlaf hat ihm sehr gut getan, ihn erfrischt um sein Leben neu zu beginnen. Als er sich aufrichtet sieht er einen Mönch neben sich sitzen und erinnert sich an das Gesicht dieses Mönches. Es ist Govinda. Als Govinda merkt, dass der Mann in den feinen Kleidern aufgewacht ist erkennt er nicht, dass es Siddharta ist. Govinda erklärt ihm, dass es nicht so gut sei hier zu schlafen. Er erklärt ihm, dass er auf Pilgerschaft ist und dass er ihn wecken wollte, doch sein Schlaf war viel zu tief und so beschloss er neben ihm zu wachen.

Nun sei er aber aufgewacht und er könne seine Brüder einholen. Siddharta verabschiedet sich von Govinda indem er seinen Namen ausspricht und im Lebewohl wünscht. Govinda dreht sich um und erkennt Siddharta wieder. Sie sprechen ein wenig zusammen und Siddharta erzählt ihm wie er reich war und dass er nun nur noch ein Pilger ist. Sie schauen sich in die Augen und verabschieden sich daraufhin. Siddharta schaute Govinda noch lange nach und macht sich Gedanken darüber was er jetzt eigentlich wirklich sei.

Er betrachtet sich immer noch als einen Kindermenschen, denn das Denken fällt im schwer und doch zwingt er sich dazu. All die Künste die er konnte muss er wieder lernen. Er durchgeht sein gesamtes Leben in Gedanken und merkt wieviel er schon durchgemacht hat, wieviel er erlebte und wieviel es braucht, um bloss wieder wie ein Kind neu anzufangen. Er erinnert sich an die Zeit in der Stadt als er sich vor sich selbst ekelte. Jetzt ist er glücklich und stolz, dass er alles durchstanden hat. Er fühlt sich frei und obwohl er bereits graue Haare hat und alt geworden ist, möchte er sein Leben nochmals von vorne beginnen.

Er spürt keine Angst mehr, er spürt nur noch Freude. Es wird im klar, dass er diese schlechten Erfahrungen brauchte, um zu diesem jetzigen Zustand zu gelangen. Er betrachtet den Fluss und fühlt sich ihm sehr verbunden. Vor einigen Stunden wollte er sich hier ertränken und ist auch ertrunken. Der alte Siddharta ist gestorben und ein neuer, frischer, freier Siddharta wurde geboren. Er beschliesst den Fluss nicht so schnell zu verlassen, denn er hat das Gefühl, der Fluss hätte ihm noch etwas ganz Besonderes zu sagen.

Als er den Fährmann antrifft bittet er ihn, ihn eine Weile bei sich aufzunehmen. Der Fährmann kann sich noch an Siddharta erinnern und lädt ihn ein. Siddharta erzählt ihm von seinem wohlhabenden Leben bis zu dem Zeitpunkt, als er sterben wollte und sich in diesem Fluss ertränken wollte. Er erzählt auch vom heiligen Om, das er beim Herabsinken gedankenlos aussprach. Der Fährmann hört ihm aufmerksam zu und als er das mit dem Om hört, war seine Aufmerksamkeit noch grösser. Er stellt fest, dass der Fluss zu Siddharta gesprochen hat.

Dies sei sehr gut und er bittet Siddharta bei ihm zu leben. Siddharta nimmt die Bitte an und bedankt sich für das aufmerksame Zuhören. Nicht alle Menschen hätten diese Gabe. Der Fährmann erklärt ihm, dass ihn der Fluss das Zuhören lehrte und auch Siddharta könne es lernen. Siddharta hilft dem Fährmann wo er kann und die Monate vergehen wie im Flug. Siddharta lernt viel vom Fluss.

Er lernt das Zuhören, das Lauschen ohne an irgendetwas zu denken und dabei die Zeit zu vergessen. Ja, er lernt vom Fluss, dass es keine Zeit gibt. Nie ist es zu früh und nie zu spät. Er lernt auch die Stimmen des Flusses zu hören. Der Fluss hat unendlich viele verschiedene Stimmen und wenn es ihm gelingt alle Stimmen auf einmal zu hören, so spricht der Fluss ihm das heilige Om zu. Der Fährmann ist glücklich darüber, dass Siddharta in so kurzer Zeit so vieles vom Fluss habe lernen können.

Sie setzen sich öfters gemeinsam an den Fluss und hören ihm zu, denn es ist nicht nur ein Fluss „sondern die Stimme des Lebens“. (Zitat Seite 89) Eines Tages vernehmen Siddharta und der Fährmann Vasudeva, die Nachricht, dass Gotama, der Buddha, bald seinen letzten Tod sterben wird. Viele Anhänger Gotamas sind auf dem Weg zum Buddha, um bei seiner Erlösung dabei zu sein. Alle die zum Buddha pilgern müssen den Fluss überqueren, auch Kamala, die sich schon längst den Lehren des Gotamas hingegeben hat, ist auf Pilgerschaft. Sie hat ihren Sohn an ihrer Seite, der auch Sohn Siddhartas ist und auch den gleichen Namen wie der Vater hat. Auf dem Weg zur Fähre wird Kamala von einer Schlange gebissen.

Sie und ihr Sohn rennen zur Fähre wo sie dann endgültig zusammenbricht. Sie sieht schlimm aus und Siddharta versucht sie zu pflegen, ist sich aber sicher, dass sie sterben wird. Kamala stirbt und Siddharta ist um einen Sohn reicher geworden. Siddhartas Sohn ist sich das Leben des Vaters nicht gewohnt und gibt sich verwöhnt und undankbar. Vater Siddharta versucht seinen Sohn zu verstehen und lässt ihn undankbar sein. Der Sohn nimmt die Liebe des Vaters nicht an, doch Siddharta versucht trotzdem die Liebe seines Sohnes zu gewinnen.

Er möchte, dass auch sein Sohn den Fluss zu hören lerne. Doch es sieht nicht so aus als wolle Siddhartas Sohn dies lernen. Er ist noch zu jung und hat noch sein ganzes Leben vor sich. Es wird Siddharta dank Vasudeva klar, dass es seinem Sohn an Erfahrungen mangelt. Vasudeva schlägt ihm vor, ihn in seine Stadt zurückzubringen. Siddharta fällt es aber schwer dies zu befolgen.

Zum ersten Mal fühlt er was Liebe heisst. Eines Tages rennt der Junge weg und Siddharta beschliesst ihn zu suchen. Vasudeva versucht Siddharta klar zu machen, dass dies ein Zeichen war, das der Junge seinem Vater gegeben hat. Er möchte nicht verfolgt werden, er will sein eigenes Leben leben. Siddharta will ihn trotzdem suchen und Vasudeva lässt in gehen. Siddharta wird auf der Suche nach seinem Sohn klar, dass er ihm nicht folgt um ihn zu schützen, sondern nur um ihn noch einmal zu sehen.

Er spürt wie gross seine Liebe ist und erschrickt. Er hätte ihn am liebsten zu sich zurückgenommen, so stark ist seine Liebe und doch entschliesst er sich ihn gehen zu lassen und kehrt mit Vasudeva, der ihm gefolgt ist, zur Hütte zurück. Siddharta kann endlich die Kindereien der Menschen verstehen. Er fühlt sich ihnen nicht mehr überlegen. Er hat erfahren was Liebe und Leidenschaft heisst und was es bei einem Menschen auswirken kann. Das einzige, was diese Menschen von ihm unterscheidet, ist das Bewusstsein „der bewusste Gedanke der Einheit alles Lebens“.

(Zitat Seite 105) Siddharta sieht vieles sehr klar und versteht es auch, und trotzdem zweifelt er manchmal an sich und seinen Gedanken. Noch immer spürt er die Liebe zu seinem Sohn und war wieder bereit sich auf die Suche nach ihm zu machen. Als er den Fluss überquert hat, wird ihm bewusst, dass er genauso wie sein Sohn handelte, als er seinen Vater verliess und seinen eigenen Weg gehen wollte. Und ihm wird klar, dass sein Vater das selbe Leid ertragen musste. Trotzdem fühlt Siddharta Hoffnung, endlich will er sich Vasudeva öffnen und ihm von seinem Schmerze, den er wegen seinem Sohn erlitt, erzählen. Und währenddem Siddharta zu Vasudeva spricht erkennt er, dass Vasudeva die Erlösung gefunden hat, das Vasudeva nun ein Erleuchteter, ein Buddha ist.

Nach diesem Gespräch führt Vasudeva Siddharta an den Fluss. Siddharta sieht seinen Vater im Fluss, einsam und um seinen Sohn trauernd, er sieht sich selbst trauernd um seinen Sohn, sieht seinen eigenen Sohn und auch Kamala. Plötzlich, als sich Siddharta noch mehr auf den Fluss konzentriert, fliessen all die Bilder die er sieht ineinander, werden alle zum Fluss. Er sieht den Fluss fliessen, sieht das Wasser verdampfen, und wieder zum Fluss werden. Siddharta erkennt den Kreislauf, erkennt die Einheit. Kann lachende und trauernde Stimmen nicht mehr voneinander unterscheiden.

Siddharta erkennt, dass alles dasselbe ist. Alles zusammen, klagen, lachen, Zorn, sterben, „alle Stimmen, alle Ziele, alles Sehnen, alle Leiden, alle Lust, alles Gute und Böse, alles zusammen ist die Welt“. (Zitat Seite 109) Als Vasudeva sieht, dass Siddharta den Fluss verstanden hat, erhebt er sich, verabschiedet sich von Siddharta und geht zufrieden und glücklich in den Wald um seinen letzten Tod zu sterben. Siddharta sieht im nach, sieht wie Vasudeva voller Frieden und voller Licht dahinschreitet. Eines Tages kommt auch Govinda wieder an den Fluss an dem Siddharta wohnt und Siddharta lädt ihn ein, die Nacht bei ihm zu verbringen. Sie reden viel über Suchen und Finden und Siddharta erzählt Govinda einiges von seinem Leben.

Am nächsten Morgen bevor Govinda sich verabschiedet fragt er Siddharta nach seiner Lehre. Siddharta erklärt Govinda, dass er schon lange keinen Lehren oder Lehrern mehr vertraut und sich von ihnen abwendet, da Weisheit nicht mitteilbar ist und jede Lehre den Gedanken der Einheit leugnet, denn sie erklärt etwas für wahr obwohl das Gegenteil ebenso wahr ist. Eine Lehre muss immer bejahen, verneinen, unterscheiden und untergliedern. Dabei sei alles eins, Gut und Böse, Leid und Seligkeit. Sogar die Zeit, die nicht wirklich ist, da sie sich ständig wiederholt. Siddhartas Liebe gilt nun den Dingen und den Lebewesen nicht den Worten, Lehren und Gedanken.

Govinda erläutert Siddharta Gotamas These, dass Wohlwollen und Mitleid erlaubt seien, nicht aber die Liebe, da sie eine Fessel an das Irdische darstelle. Siddharta ist sich einig mit Gotama, der zwar die Liebe verdammt, aber selbst die Menschen liebte, wieso hätte er auch sonst das ganze mühsame Leben damit verbracht, die Menschen zu lehren und ihnen zu helfen. Als Govinda, der die Erleuchtung noch immer nicht gefunden hat, seinen Freund zum Abschied bittet ihm etwas Greifbares, auch für ihn Verständliches mit auf den Weg zu geben sagt Siddharta er soll ihn auf die Stirn küssen und als Govinda dies tut, hat auch er die Vision der Einheit in der Vielheit und sieht, als er Siddharta ansieht Tausende Gesichter, die sich wie in einem zeitlosen Fluss verändern, kommen und gehen und erkennt in Siddhartas Lachen dasselbe Lachen wie es einst Gotama trug. Interpretation  Hesse sagte einst, er habe sich diese „indische Dichtung“ nicht einfach ausgedacht und niedergeschrieben, sondern habe sie selbst durchlebt. Er meint, es sei unsinnig etwas schreiben zu wollen, was man nicht selbst durchlebt habe. Also kann man die ganze Dichtung „Siddharta“ als eine reich verzierte und verkleidete Autobiographie Hesses verstehen.

Eine Autobiographie, in der alles anders ist als sie in einer „normalen“ Autobiographie Hesses zu lesen wäre. Nur der Kern der Geschichte, das Fortziehen, suchen, abkommen, zurückfinden und weitersuchen Siddhartas bleibt erhalten, ist wirklich Hesse. Das Bedürfnis Siddhartas, das Leben durch sich selbst zu erfahren, sich selbst zur Erleuchtung zu führen, also nicht durch Lehren, Religion und den damit verbundenen Dogmen, scheint uns die Hauptaussage des Buches zu sein. Siddharta weiss, dass er die Erleuchtung nicht durch Lehren und Worte erreichen kann, obwohl sie ihm dabei behilflich sein können. Wie sollte er sonst auf die Idee gekommen sein die Erlösung zu suchen, wenn er nicht zuerst durch Worte davon erfahren hätte. Auch hier in der westlichen Welt, wird sich auch nur ganz selten jemand bewusst auf den Weg machen die Erleuchtung zu finden, da dies einfach nicht zum westlichen Gedankengut gehört.

Das westliche Denken ist viel materialistischer und der westliche Mensch versucht durch Arbeit, Macht und Geld und nicht durch Freude am Leben „erfüllt“ zu Leben. Falls es ein Buch geben würde, in dem der Weg zur Erleuchtung beschrieben wäre und nehmen wir an alles was in diesem Buch steht würde stimmen, so wäre auch das Lesen dieses Buches keine Garantie die Erleuchtung zu finden. Auch nicht, wenn man alles was in diesem Buch steht verstanden hätte, so müsste man zuerst all die Aussagen dieses Buches emotional, gefühlsmässig begreifen, da reine Geistigkeit noch kein Leben ist und nur Lebendes die Erleuchtung finden kann. Dieses Buch müsste auch auf jede einzelne Person individuell zugeschnitten sein, da sich jede Person in irgendeiner Hinsicht zu allen anderen Menschen anders entwickelt und so auch anders zu begreifen lernen muss. Daher ist es für Siddharta wichtig, selbst Erfahrungen zu sammeln, da er sie anders wahrnimmt als andere sie wahrnehmen würden. Darum ist es auch schwierig für jemanden der schon wichtige Erfahrungen gesammelt hat, sie jemand anderem mitzuteilen, da man Gefühle schwer in Worten übermitteln kann.

Siddharta wird in seinem Leben oft sehr einseitig, verirrt sich in von ihm selbst überbewerteten Lebenshaltungen. Bei den Samanas vernachlässigt er seinen Körper, lässt ihn absterben, vergeistigt völlig und handelt nicht mehr. In Sansara hat er plötzlich kein anderes Anliegen mehr als seine Sinne zu befriedigen mit essen, trinken, Glücksspiel und Sex. Doch bemerkt Siddharta jedesmal, wenn er sich wieder in einem zu einseitigen Leben befindet, dass er den falschen Weg eingeschlagen hat, ändert sein Verhalten und sein Leben und lernt so daraus. Ohne all diese Fehler, hätte Siddharta die Erleuchtung wohl nicht gefunden, wie sollte er denn auch bemerken, wie man die Erlösung findet, wenn er nicht weiss, wie man sie nicht findet. Der richtige Weg ist versteckt zwischen unzählbar vielen anderen, den man, vorausgesetzt man verliert sich nicht oder hört auf zu suchen, irgendwann zwangsläufig finden muss.

Man kann Siddhartas Leben mit einem Pendel vergleichen, das von Extrem zu Extrem schwingt und schlussendlich ruhig in der Mitte stehenbleibt. Siddharta stellt nicht die Erkenntnis, sondern die Liebe oben an, lehnt das Dogma ab und macht das Erlebnis der Einheit zum Mittelpunkt

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