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  Hermann hesse

                                               HERMANN HESSE UNTERM RAD                                             DER AUTOR: Hermann Hesse wurde am 2. Juli 1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines Missionars geboren. 1890-91 besucht Hesse die Lateinschule in Göpplingen zur Vorbereitung für das württembergische Landexamen, welches aus einfachen Verhältnissen stammenden, begabten und jungen Schülern ermöglichte, eine kostenlose Ausbildung als Seminarist im Kloster zu erhalten. Hesse flieht nach 7-monatigem Aufenthalt aus dem Kloster Maulbronn, um seinem Traum Dichter zu werden, nachzugehen. Nach diesen verschwendeten Jugendjahren im Kloster, versucht der erst 15-jährige Selbstmord zu begehen. Aufgrund dieses Vorfalls wird Hesse 3 Monate lang in eine Nervenheilanstalt gebracht.

Seine erste Buchpublikation erschien im Oktober 1898 und hieß „Romantische Lieder“. 1906 entsteht aus seiner Erfahrung mit den Erlebnissen in der Klosterschule und dem versuchten Selbstmord das Werk „Unterm Rad“, das starke autobiogaphische Züge trägt. Nach zahlreichen Werken und Veröffentlichungen, die Romane, Erzählungen, Betrachtungen, Gedichten; politischen, literatur-, kulturkritische und philosophische Schriften beinhalten, stirbt Hermann Hesse am 9. August 1962 im Alter von 85 Jahren.   DIE EPOCHE: Bei dieser Erzählung handelt es sich um eine fast autobiografische Schrift im Zeitalter der Jahrhundertwende: Diese Epoche war von der Vielfalt der literarischen Werke gekennzeichnet. Das Wort von der »Umwertung aller Werte« traf das allgemeine Bewußtsein, in einer Zeit des Umbruchs zu leben; die nahende Jahrhundertwende, die massiven Veränderungen auf sozialem, wissenschaftlichem und technischem Gebiet erzeugten ein neues Lebensgefühl: die Zukunft schien angebrochen.

Diese Epoche fand mit den Werken Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ (1885) und der Tondichtung Richard Strauss einen Beginn und dauerte etwa vier Jahrzehnte lang. Weitere bedeutende Künstler waren Stefan George und Rainer Maria Rilke.   DIE HAUPTPERSONEN: Hans Giebenrath: Sohn des Zwischenhändlers Josef, geboren in einem kleinen deutschen Schwarzwaldnest. Seine Mutter starb in seiner frühen Kindheit. Er ist ein intellektueller Junge mit Tendenz zum Genie. Aufgrund seiner Erziehung ist sein Lebensstil nicht sehr gefühlsbetont, sondern einsam.

Durch diese Situation wirkt er auf die anderen Menschen kränklich und schmächtig. Hermann Heilner: ist ein späterer Studienkollege von Hans im Klosterseminar. Er ist der geborene Dichter: melancholisch, gefühlsbetont und schreckt vor nichts zurück, wenn es um seine Überzeugung geht. Josef Giebenrath: Er ist der Vater von Hans. Er führt sein, nicht gerade aufregendes Leben in der deutschen Kleinstadt und verkörpert das Klischee des Spießbürgertums, ist jedoch überaus stolz auf seinen Sohn und ist bestrebt, dass aus seinem Sohn etwas wird. Der Stadtpfarrer: Ein Gelehrter, der alles daran setzt, dass Hans das Landexamen schafft, um in das Klosterseminar zu kommen.

Liese: aufgeweckte, fröhliche, etwa 19-jährige junge Frau aus Heilbronn, die Nichte des stadteigenen Schusters.   DER INHALT: Der von Kindesjahren an außerordentlich begabte Hans Giebenrath, Sohn des unauffälligen Bürgers Josef, wird von seinem Vater, dem Stadtpfarrer und dem Schuldirektor überredet am Landexamen teilzunehmen, um eine Ausbildung als Seminarist zu bekommen. Alle, vor allem der Stadtpfarrer, geben Hans Unterricht in den nötigen Gegenständen und Hans übernimmt schon bald das übertriebene Leistungsdenken der Menschen in seinem nahen Umfeld, verliert aber dadurch seine wertvolle Freizeit, da er auch in den Sommerferien lernt, um ja den ihm vorgesetzten Maßstäben entsprechen zu können. Die in letzter Zeit immer öfter auftretenden Kopfschmerzen, die ihn immer plagen wenn er studiert, bereiten ihm, und vor allem den Anderen, keine Sorgen, obwohl diese physischen Beschwerden eigentlich offensichtlich auf Grund der Überforderung auftreten.   Alsbald beginnt das Examen und Hans bekommt Angst, er könne dieses Examen nicht bestehen und hat starke Zweifel an sich selbst. Doch als die Auswahl abgeschlossen ist und die Familie Giebenrath und auch die Heimatstadt davon hört, dass der kleine Hans Giebenrath das Examen als Zweitbester abgeschlossen hat, lässt sich Hans von allen feiern und blickt mit Genuss auf die Anderen herab.


Danach bekommt er auch endlich Zeit seiner Leidenschaft, dem Angeln nachzugehen, das er schon früher, als er noch frei vom Lernen war, genossen hat.   Doch schon bald stellt der Stadtpfarrer wieder neue Forderungen, denn im Klosterseminar sollte doch Hans dem Vater und der Stadt Ehre machen. Und so verschwendet Hans die Freizeit mit Lernen, um seine „Wohltäter“ nicht zu enttäuschen. Die Seminaristen werden in verschiedene Räume eingeteilt, die griechische Namen tragen. So kommt es, dass Hans in den Raum „Hellas“ mit zehn anderen Schülern eingeteilt wird, in der er als Streber hervorgeht. Hans verschwendet nicht viel Zeit damit, sich mit anderen anzufreunden oder sich in Gespräche zu verwickeln.

Ganz im Gegensatz zu Hans ist der Mitbewohner Hermann Heilner aus „Hellas“, der Raum in dem die zehn Seminaristen untergebracht sind. Heilner ist nicht von diesem Seminar begeistert und will viel lieber Dichter werden. Oft verwickelt er sich in Raufereien und ist der Lebendigste unter den zehn Mitbewohnern. Anfangs des Seminars wollen Hans und Hermann nichts mit einander zu tun haben, bis auf ein paar Gespräche über Dichtung und Schule.   Als Heilner wieder einmal in eine Rauferei verwickelt ist reagiert er so emotionell darauf, dass er zu Weinen beginnt, was im Kloster als große Schande gilt. Da Hans der Einzige ist, der sich um Hermann sorgt, beginnt ab diesem Zeitpunkt eine Freundschaft zu wachsen.

In den gemeinsamen Gesprächen, die sie in der knappen Freizeit führen, beginnen sie gegenseitig ihre Lebenseinstellungen etwas aufeinander abzufärben. Der emotionale Hermann wird ernster und der introvertierte Hans wird lockerer. Als Hermann wieder einmal eine schwere Auseinandersetzung mit dem knauserigen Zimmerkameraden Lucius hat und im Zuge dessen den Ephorus, den Schulmeister des Klosters trifft, wird Hermann zu einer schweren Karzerstrafe verdonnert. Hans geht Hermann deshalb von diesem Zeitpunkt aus dem Weg, in der Angst er könne vor der Lehrerschaft und den Mitschülern in Ungnade geraten. Von diesem Zeitpunkt an gehen Hans und Hermann getrennte Wege. Nach den Weihnachtsferien, die er bei seinem, vor Stolz fast platzendem Vater in seiner Heimatstadt verbringt, stirbt ein Zimmerbewohner aus „Hellas“, der Wohnstube von Hans, der in einen zugefrorenen Teich einbricht und ertrinkt.

  Während der Beerdigungszeremonie fällt Hans in einen, nicht zum ersten Mal vorkommenden Tagtraum, und bekommt Angst, der Verstorbene könnte Hermann Heilner sein. Doch der verstoßene Heilner liegt in der Krankenstation mit Schnupfen und so beschließt Hans , ohne Rücksicht auf Konsequenzen, sich wieder mit Hermann zu beschäftigen. Von da an waren sie nur eine kurze Zeit wieder zusammen, denn als Hermann ohne Vorwarnung aus dem Kloster flieht und nach einigen Tagen wieder zurückkommt und keine Reue zeigt, wird dieser aus der Schule entlassen, was für Hans zur Katastrophe wird.   Ab diesem Zeitpunkt wird Hans immer unaufmerksamer, verfällt immer öfter in tanceartige Tagträume und seine Kopfschmerzen scheinen sich nicht zu bessern. Auch vor der gesamten Lehrerschaft verliert er seinen guten Ruf, da er ja der Freund des Schülers Heilner war. Dies verbessert natürlich auch nicht seine Verfassung und die Ratschläge vom Arzt, der wegen eines Aussetzers in der Unterrichtsstunde konsultiert wird, sind, dass Hans einfach nur frische Luft braucht.

Dabei liegt das Problem nicht bei der physischen Verfassung sondern bei der Psyche. Schließlich und endlich bricht Hans, während er im Unterricht strafsweise an der Tafel steht zusammen, und wird mit der Diagnose Nervenkrankheit nach Hause geschickt.   Der Vater ist fassungslos von der Nachricht des Arztes und versucht Hans beizustehen, was ihm aber nicht gut gelingt. Die darauffolgenden Tage, die Hans im Wald und zu Hause verbringt, sind von Depressionen und immer wiederkehrenden traumatischen Wiederholungen der Seelenqualen vom Seminar geprägt. Es geht sogar soweit, dass Hans Pläne schmiedet sich zu erhängen, bis er auf dem jährlichen, sommerlichen Dorffesten auf Liese aus Heilbronn trifft, die ihren Onkel, den Schuster besuchen kommt. Hans verliebt sich in Liese.

Liese und Hans treffen einander zweimal in der Nacht, wobei der unerfahrene Hans zurückschreckt, als das Mädchen ihn verführen will. Nachdem Hans eine qualvolle Nacht voller Alpträume hinter sich hat erfährt er, dass Liese bereits wieder nach Hause gefahren ist.   Seinem Vater zuliebe nimmt er eine Lehrlingsstelle als Schlosser an, woran er auch etwas Gefallen findet. Doch als er mit seinen Gesellenkollegen in eine andere Stadt geht um sich zu betrinken und am Weg nach Hause wieder Angstzustände bekommt, stürzt er sich in einen Fluss und nimmt sich das Leben. Als er am nächsten Tag gefunden wird glauben alle an einen Unfall.   INTERPRETATION: Diese Erzählung schildert die viel zu hohe Erwartungshaltung der Lehrer und Eltern wider, die speziell im Fall von Hans Giebenrath zum Bruch der Persönlichkeit führt, wobei die Persönlichkeitsbildung des jungen Schülers erst im Seminar einsetzt.

Die Lehrer und der Vater setzen zu hohe Erwartungen in Hans, der dem Druck nicht standhält, gerät „unters Rad“. Er ist im ständigen Konflikt zwischen dem „Erwachsenwerden" und den Kindheitsfreuden, denen er doch nicht ganz entsagen will. Die Hauptproblematik ist aber, dass man lieber einen ausgezeichnete Rechner, Schreiber und dergleichen ausbildet, anstatt aus den jungen Menschen ein selbstdenkendes Individuum entstehen zu lassen. Statt dessen werden die jungen Menschen gedrillt und geformt, wie es beliebt. Hans hebt sich durch das fixierte Leistungsdenken seiner Mitmenschen von den anderen Schülern, vor allem in seiner Heimatstadt ab. Durch dieses Herabsehen auf die Anderen und dem ständigen Druck ist es sehr schwer für ihn Freunde zu finden.

Hermann Hesse beschreibt mit den Figuren Hans Giebenrath sowie Hermann Heilner einen Teil seines eigenen Lebens.   EIGENE MEINUNG: Ich denke, dass das Werk von Hermann Hesse nicht nur für die Zeit der Jahrhundertwende gilt, da jeder, wenn auch nicht so stark wie Hans Giebenrath, den Druck „unterm Rad“ gespürt hat. Deshalb ist dieses Buch bis heute vom Inhalt noch gültig, obwohl die Erwartungshaltung der meisten Eltern nicht mehr so hoch ist und, so hoffe ich, den Jugendlichen ihre Entscheidungen selbst treffen lassen und die seelische Entwicklung nicht unter die Räder kommt, sowie es bei Hans Giebenrath der Fall ist.

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