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  Deutsch hausaufsatz: christoph meckel - "andere erde", interpretation und analyse

Deutsch Hausaufsatz: Christoph Meckel - "Andere Erde", Interpretation und Analyse Verfasser: Manuel Frigo, ICQ: 173429463  Gliederung:Einleitung „Jedes Wort hat die Chance einen Anfang zu machen. Alles ist Anfang.“   Hauptteil a)Äußere Form -Modernes Gedicht -16 reimlose Zeilen -Mittelachsensymmetrie -2 Strophen -kein Versmaß -kein Rhythmus b)Sprechsituation Lyrisches Ich das sich entweder auf eine Person oder alle Menschen bezieht c)Gedanklicher Aufbau -Menschheit wird erst den Wert der Erde erkennen wenn es zu spät ist -Reiche werden privilegiert sein -Menschen werden sich gerne an die noch erträgliche Erde erinnern -Himmel wurde als Abzug missbraucht -Vögel werden von den Menschen und Umweltzerstörungen fliehen -Verdrängung der Umweltprobleme durch sinnlose Gespräche im Garten -Sprung in eine fiktive Realität in der die Erde zerstört ist -Symbolische Reste der Erde als Mahnmal d) Sprachliche Mittel und ihre Wirkung „Flüsse voll Wasser“, Zeile 4, Pleonasmus à Veranschaulichung, Betonung „Einzutauchen in Flüsse(...)“, Zeile 4, Inversion à Hervorhebung, Eindringlichkeit „(.

..)Monstern und Engeln(...)“, Zeile 9, Antithese à Eindringlichkeit „(.

..)über die Autobahn flogen“, Zeile 11, Ellipse à Eindringlichkeit „Shut up.“, Zeile 15, Abrupter Sprachwechsel à Hervorhebung „Eine andere Erde, ein anderes Haus“, Zeile 15, Anapher à Eindringlichkeit „Ein Habichtflügel. Ein Blatt.(.

..)“, Zeile 16, Ellipse à Eindringlichkeit e)Textaussage/Deutung -Erkennung des Wertes der Erde erst wenn es zu spät ist -Privilegierte Oberschicht / Probleme in den sozialen Schichten -Sehnsucht nach der Zeit wo man nach Belieben die Umwelt verschmutzen konnte -Missbrauch der Welt als Abfalleimer -Flucht der Tiere vor den Menschen bzw. der Umweltverschmutzung -Verdrängung des Umweltproblems -Konfrontierung mit zestörter Umwelt -Reste der Erde als Mahnmal   Schluss -Gute Umsetzung eines bis dato unbekannten Themas -Spricht alle Leute gleichzeitig an -Fordert zu Taten auf   Das Zitat „Jedes Wort hat die Chance einen Anfang zu machen. Alles ist Anfang.“ stammt von Christoph Meckels Rede zur Verleihung des Bremer Literaturpreises 1981.

Einen Anfang will auch Meckel mit seinem Gedicht „Andere Erde“ das er 1974 geschrieben hat machen. Er fordert das die Menschheit sich über die Umwelt- und Naturzerstörung Gedanken macht und Aktionen dagegen unternimmt. Er machte damals mit seinem Gedicht einen kleinen Anfang bei vielen der neugegründeten Natur- und Umweltschutzbewegungen welches im folgenden interpretiert und analysiert werden soll.   Die Annahme das es sich bei dem Gedicht um ein modernes handelt ist durch das Erscheinungsjahr (1974), die Aufgliederung in zwei Abschnitte, sowie die Mittelachsensymmetrie gerechtfertigt. Die Verse bestehen aus 16 reimlosen Zeilen verschiedener Länge. Auffallend ist das die erste Strophe aus 14 Zeilen, die zweite jedoch nur aus zwei Zeilen besteht.

Es gibt weder ein erkennbares Versmaß noch einen Rhythmus.   Am Anfang der ersten Strophe erkennt ein lyrisches Ich das wir erst den Wert der Erde erkennen werden wenn sie kaputt ist. Ab Zeile 12 stellt sich das lyrische Ich mit der Menschheit gleich und beschreibt wie sie die Umweltzerstörung aus ihrem Gedächtnis verdrängt haben. Das dass lyrische Ich sich auf uns bzw. die Menschheit bezieht ist durch das dreimalige Vorkommen des Wortes „wir“ (Zeile 3, 7 und 12) erkennbar. Die zweite Strophe stellt entweder einen Beobachter oder die gesamte Menschheit dar, die auf die zerstörte Erde und seine Überreste ,die in einem Schrank lagern, blicken.

.   Die erste Strophe des Gedichtes macht deutlich das wir erst den Wert der Erde erkennen werden, wenn sie total zerstört und unbrauchbar ist. Zeile 4-6 verdeutlichen die drastischen Unterschiede zwischen Armen und Reichen die es in der Zukunft geben wird. Die Zeilen von 7 bis 9 beschreiben wie wir uns nach der schon verschmutzten aber noch nicht total zerstörten Erde sehnen werden. Die nächsten zwei Zeilen vergleichen die Luftverschmutzung der Erde mit dem Himmel als einen offenen Abzug für den Rauch. Es werden auch Vögel beschrieben die in Schwärmen über eine Autobahn fliegen und somit wahrscheinlich von der Umweltverschmutzung, die durch die Menschen verursacht worden ist, fliehen wollen.

Das Ende der ersten Strophe zeigt auf, das sich das lyrische Ich mit denjenigen Menschen identifiziert die das Umweltproblem nicht wahrhaben wollen und sich von diesem verstecken wollen. Die zweite Strophe stellt die komplett zerstörte Erde dar. Sie ist jetzt eine „Andere Erde“, nämlich die Erde, die uns erwartet wenn die Umweltzerstörung so schnell fortschreitet wie heutzutage.   Der Pleonasmus „Flüsse voll Wasser“(Zeile 4) betont das die Flüsse damals noch Wasser führten, im Gegensatz zur Zukunft wo der eine oder andere Fluss durch die globale Erwärmung ausgetrocknet sein wird. Daneben veranschaulicht er die Vorstellung das Flüsse Wasser führen, was mit Sicherheit in Zukunft keine Selbstverständlichkeit mehr sein wird. In der selben Zeile befindet sich die Inversion „Einzutauchen in Flüsse (.


..)“(Zeile 4) die dem Leser das Verb „Einzutauchen“ eindringlicher und herausragender erscheinen lässt. Auffallend viele Enjambements gibt es in der ersten Strophe. Fast jeder Satz geht über das Zeilenende hinaus. Dies erzeugt beim Leser eine gewisse Spannung und fordert ihn zum Weiterlesen auf.

Die Antithese „Monstern und Engeln“(Zeile 9) hat eine eindringliche Wirkung bei den Lesern. Sie hinterlässt beim Leser auch ein gewisses Gefühl der Zuspitzung. Die Ellipse „(...)über die Autobahn flogen“(Zeile 11) bewirkt ebenfalls Eindringlichkeit.

Der englische Ausdruck „Shut up.[englisch: Sei Still](Zeile 15) , der die zweite Strophe einleitet, hebt sich von der übrigen Sprache des Gedichtes hervor und bewirkt eine erhöhte Aufmerksamkeit sowie Eindringlichkeit. Die Anapher „Eine andere Erde, ein anderes Haus“(Zeile 15) und „(Ein Habichtflügel im Schrank. Ein Blatt. Ein Wasser.)“(Zeile 16) hinterlassen beide Eindringlichkeit, wobei der zweite Anapher zugleich eine Ellipse ist was dessen Eindringlichkeit wiederum verstärkt.

  In den ersten drei Zeilen des Gedichtes macht sich ein lyrisches Ich Gedanken über die Umweltzerstörung. Es behauptet das wir erst denn Wert der Erde wissen werden „Wenn erst die Bäume gezählt sind und das Laub / Blatt für Blatt auf die Ämter gebracht wird“(Zeile 1 und 2). Des weiteren meint das lyrische Ich damit das sich die Menschheit erst dann Gedanken über den Umgang mit der Umwelt macht, wenn es sowieso schon zu spät dafür ist. Der folgende Satz ab Zeile 4 sagt aus das dass es ein Privileg für die Reichen sein wird in „Flüsse voll Wasser“(Zeile 4) einzutauchen und Kirschen „an einem Morgen im Juni“(Zeile 5) zu ernten. Es spricht hiermit die in der Zukunft zunehmende Problematik zwischen sozial stärkeren und schwächeren Gruppen an. In Zukunft ,wo die Ressourcen von sauberen Trinkwasser zurückgehen, werden nämlich die sozial schwächeren Gruppen wegen des Geldmangels stark benachteiligt sein, was zwangsläufig zu Problemen führt.

Außerdem wird es keine Selbstverständlichkeit sein Zugang zu sauberen Wasser zu haben. Die Zeilen 7-11 beschreiben die Zeit in der die Umweltzerstörung ihren fatalen Höhepunkt erreicht hat. In dieser Zeit ,meint der Autor, werden wir uns nach jenen Zeiten sehnen in denen wir nach Lust und Laune die Umwelt als Abfallkorb und als Kamin für unsere Gase aus den Industrien missbraucht haben. Daraufhin deutet der Satz „(...

) als der Himmel ein offener Abzug war für den Rauch (...)“(Zeile 9 und 10). Die genannten Monster und Engel sollen dabei Umweltschützer und Umweltzerstörer darstellen. Die „Vögel [die] in Schwärmen über die Autobahn flogen“(Zeile 11) stellen die Vögel bzw.

allgemein alle Tiere dar, die von den Umweltzerstörungen , und deren schlimmen Auswirkungen, fliehen. Der Autor meint auch damit das die Tiere vor der zerstörerischen Kraft des Menschen fliehen die ihnen Angst macht. Zeile 12-14 schildert wie die Menschen von deren selbst angerichteten Schäden an der Umwelt fliehen wollen, indem sie im Garten standen und die Zeit, und damit die Schäden an der Natur, durch sinnlose Gespräche aufhalten wollten. Hiermit will der Autor sagen das man nicht mit Reden die Umwelt Probleme löst, sondern mit Taten. Die zweite Strophe führt den Leser durch den abrupten Sprachwechsel in eine fiktive Realität, in der die Erde total zerstört ist, zurück. Mit den Worten „Shut up.

“(Zeile 15) reißt er ihn aus seinem Träumen raus und konfrontiert ihn mit der kaputten Erde. Mit der Zeile „Eine andere Erde, ein anderes Haus“(Zeile 15) macht er ihm klar das er jetzt mit dieser Erde leben muss. Gleichzeitig soll er auch erkennen was er angerichtet hat und wie er dies wieder richten kann. Mit der letzten Zeile des Gedichtes listet der Autor die Reste der übriggebliebenen Gegenstände der Erde auf. Er tut dies damit niemals in Vergessenheit gerät was er bzw. die Menschen der Erde angetan haben.

Es sind somit symbolische Gegenstände die einen Mahnmalcharakter haben. Der Habichtflügel steht für die verpestete Luft, das Blatt für die verseuchte Erde und das Wasser für verschmutzte Gewässer.   Meiner Meinung nach hat der Autor das Thema Umwelt- und Naturschutz zu dieser Zeit (1974) sehr gut aufgegriffen. Damals war es fast noch niemanden bewusst welche gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt unser verschwenderischer Umgang mit den Ressourcen haben wird. Er spricht außerdem gleichzeitig alle Menschen sowie jeden einzelnen an, was sicherlich nicht einfach zu realisieren war. Er kritisiert die andauernden sinnlosen Gespräche über die Umwelt und fordert stattdessen zum aktiven Handeln auf.

Wenn man sich die heutigen Umweltschäden anschaut wird man erstaunlich viele Parallelen zu seinem Gedicht finden was mit Sicherheit kein Zufall ist. Jetzt ist es wirklich allerhöchste Zeit zu handeln.                          

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