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  Atommüll

Atommüll   Ein Kernkraftwerk arbeitet mit sogenannten Brennelementen. Ein Drittel dieser Brennelemente werden jährlich gegen neue ausgetauscht. Da dieses Material mit lebensbedrohenden Spaltprodukten verseucht ist, aber auf der anderen Seite wertvolle, wiederverwendbare spaltbare Kerne enthält, ist die Entsorgung und Bearbeitung der ausgedienten Brennelemente aus Umwelt-, aber auch aus Rentabilitätsgründen äußerst wichtig. Dabei geht man folgendermaßen vor: Nach dem ersten, etwa 1jährigen Aufenthalt der Brennelemente in den Abklingbecken der Kernkraftwerke kommen diese in Zwischenlager. Die Brennelemente verbleiben dabei in ihren Transportbehältern, wo sie absolut sicher gelagert sind und kaum Strahlung nach außen abgeben können. Danach werden die Brennstäbe in einigen Ländern wie Frankreich ( La Hague) und Großbritannien (Sellafield); wie man sagt, wiederaufgearbeitet.

Der noch brauchbare Brennstoff wird dabei zurückgewonnen und der Produktion neuer Brennelemente zugeführt. Die gefährlichen Spaltprodukte werden abgesondert und für alle Zeiten in sog. Endlagern deponiert. Natürlich ist es auch möglich, die abgebrannten Brennelemente ohne Wiederaufarbeitung in Endlagern zu verstauen.   Die ausgedienten Brennelemente werden nach ihrem Aufenthalt im Abklingbecken des Kraftwerks zu einem Zwischenlager gebracht. Dort werden abgenutzte Brennelemente oder Glaskokillen mit flüssigem hochradioaktivem Abfall zwischengelagert.

Da der Atommüll weiterhin Wärme abgibt, muss das Zwischenlager gekühlt werden. Die Wärmeabfuhr aus der Lagerhalle erfolgt mittels Belüftungsöffnungen im unteren Teil der Wände und Entlüftungsöffnungen im Dachbereich. Die Außenwände sind zum unteren Bereich hin von 20cm Dicke auf 50 cm verstärkt, um eine erhöhte Strahlenabschirmung zu erreichen. In Deutschland gibt es z.Zt.2 Orte, die als Zwischenlager bezeichnet werden können: Ahaus: 420 Stellplätze Gorleben: 420 Stellplätze Aus diesen Zwischenlagern gelangt der Atommüll entweder in eine Wiederaufbereitungsanlage(z.

B. La Hague, Sellafield) oder nach jahrzehntelanger Lagerung( höchstens 40 Jahre) in eine Konditionierungsanlage, wo er für die Endlagerung präpariert wird.   Wiederaufarbeitung- oder Wiederaufbereitungsanlagen sind Einrichtungen, in denen bei ausgebrannten Brennelementen die Trennung ihrer verschiedenen Bestandteile durchgeführt wird. Insbesondere müssen die radioaktiven Abfälle abgesondert und die Brennstoffe Uran und Plutonium wiedergewonnen werden. Die Brennstäbe werden zunächst zerkleinert und in Salpetersäure gelöst. Uran, Plutonium und die Spaltprodukte lösen sich dabei fast völlig auf, die zerkleinerten Hülsen der Brennstäbe bleiben zurück, werden einzementiert und sicher gelagert.

Uran und Plutonium werden nach weiteren Trennungs- und Reinigungsvorgängen in eine Fabrik zur Herstellung neuer Brennelemente transportiert, die radioaktiven Abfälle für die Endlagerung vorbereitet und verpackt. Täglich wird in deutschen Atomkraftwerken ca. 1,3 t radioaktiver Abfall erzeugt. Weltweit beträgt die Menge ca. 20 t.     Da der Atommüll über längere Wege transportiert wird, muss dieser in Spezialbehältern gelagert werden.

Diese nennt man auch Castor-Behälter. Der Name steht für cask for storage and transport of radioactive material ( Behälter zur Lagerung und zum Transport radioaktiven Materials). Die Behälter sind 5-6 Meter hoch, haben einen Durchmesser von 2,5 m . Die Außenwand ist 450mm stark und besteht aus Grauguss. In der Wand des Gusskörpers sowie im Deckel- und Bodenbereich sind Stäbe zur Neutronenabschirmung angebracht. Der Behälter wird von einem Deckelsystem aus Primär- und Sekundärdeckel verschlossen.

Ein Druckschalter überwacht permanent die Dichtheit. An Kopf- und Fußende befinden sich Tragevorrichtungen. Die Wärme beträgt im Innern der Castoren zwischen 400-500 Grad. An den berührbaren Stellen < 50°C   Tests zur Sicherheit von Castoren: Fall des Behälters aus neun Meter Höhe auf ein praktisch unnachgiebiges Fundament (Betonsockel von 1000 Tonnen, abgedeckt mit einer 35 Tonnen schweren Stahlplatte). Feuertests bei einer Temperatur von mehr als 800°C über die Dauer von einer halben Stunde.   Die Abfälle der Atomanlage haben verschiedene Gefährlichkeitsgrade.

Schwachaktive Abfälle Aktivität < 3,71*10^9 Bq in fester und flüssiger Form werden zunächst durch Eindampfen, Pressen oder Verbrennen auf ein möglichst kleines Volumen konzentriert. Danach werden sie in Fässer einzementiert. Mittelaktive Abfälle, 3,71*10^9 Bq> Aktivität< 3,71*10^13 Bq zum Beispiel die zerkleinerten Metallhülsen der Brennstäbe, zementiert man ebenfalls in Fässer ein. Besondere Sorgfalt ist bei den hochaktiven Abfällen nötig. Aktivität >3,71*10^13Bq Das sind besonders die in Salpetersäure gelösten Spaltprodukte. Sie geben 99% der Strahlung des gesamten Atommülls ab! Für diese lebensgefährlichen Substanzen wurde ein Verglasungsverfahren entwickelt.


Die hochradioaktiven Lösungen werden zunächst konzentriert und chemisch umgewandelt. Danach werden die Abfälle bei 1150°C mit Glaspulver verschmolzen und damit untrennbar zum Bestandteil des Glases, das in dichtwandige Edelstahlbehälter abgefüllt wird. Bei einer Wiederaufarbeitungsanlage fallen pro Tonne Uran etwa 130 l hochradioaktiven Abfalls in Form eines Glasblocks, 5 Fässer zu je 400 l mit mittelaktivem Abfall und 15 Fässer mit schwachaktivem Müll an. Diese Stoffe müssen für alle Ewigkeit - das heißt zeitlich unbefristet- sicher verstaut werden, da sie auch nach Generationen eine große Gefahr darstellen. Die beste Möglichkeit, radioaktive Abfälle für Jahrtausende sicher zu lagern, ist die Unterbringung dieser hochgefährlichen Stoffe in unterirdischen Salzstöcken. Die Fässer mit schwach aktiven Abfällen werden in Steinsalzkammern gebracht und lagenweise mit Salz abgedeckt.

Ist so ein Raum voll aufgefüllt, wird er versiegelt. Bei den mittelaktiven Rückständen, die sich ebenfalls in Fässern befinden, ist schon mehr Vorsicht nötig. Für sie ist eine spezielle Kammer im Salzstock vorgesehen, die nicht betreten werden kann und mit Fernsehkameras überwacht wird. Die Abfälle werden in Betonabschirmbehältern in diesen Raum versenkt. Die Endlagerung der hochaktiven Abfälle im Salzstock soll folgendermaßen vorgenommen werden; Die verglasten und in Edelstahl eingeschlossenen Abfälle werden in 1000 m Tiefe in Bohrlöchern untergebracht, welche danach wieder verschlossen werden. Steinsalzformationen sind für die Endlagerung besonders geeigent, da das Salz nach heutiger Erkenntnis absolut dicht ist, so dass keine Radioaktivität in die Umwelt, zb.

ins Grundwasser, gelangen kann. Auch andere Möglichkeiten, radioaktive Abfälle endzulagern, sind in Diskussion. So könnte man die gefährlichen Stoffe in alten Bergwerken oder Erzgruben, also in geologisch möglichst tiefliegenden Gesteinsschichten unterbringen. Auch eine Endlagerung auf dem Mond wird erwogen.      

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