DIE SONNE
1. Geschichte der Erforschung der Sonne
Schon 3000 v. Ch. war bekannt, dass die Jahreszeiten durch die Position und Bewegung der Sonne entstehen. Die Ackerbauern Ägyptens hatten schon einen Sonnengebundenen Kalender mit einem Jahr von 365 Tagen.
Der erste bekannte Bericht einer beobachteten Sonnenfinsternis ist aus dem Jahr 2136 v.
Ch. aus China.
Die älteste Sonnenfinsternis, von der man im Mittleren Osten weiß, ist am 15. Juni 763 v. Ch. von den Babyloniern beobachtet worden.
Alle alten Kulturen nahmen an, dass die Erde im Zentrum des Universums liegt. Die Griechen entwickelten ein geozentrisches System, in dem sich Sonne, Sterne und Planeten um die Erde bewegten.
Um 265 v. Ch. versuchte der Philosoph Aristarchos von Samos die Entfernung der Sonne zu bestimmen. Schon 276 v.
Ch. ging er von der Annahme aus, dass nicht die Erde sondern die Sonne ruhendes Zentrum unseres Planetensystems sei.
Gegen diese Idee gab es viele Einwände, und erst um das 15. Jahrhundert n. Ch. lebte diese heliozentrische Theorie wieder auf.
Nikolaus Kopernikus veröffentliche 1543 in einem großen Werk seine heliozentrische Theorie, die unter anderem von dem Physiker und Astronomen Galileo Galilei anerkannt wurde. Seine Annahme, dass die Bewegungen der Himmelskörper kreisförmig seien, wurde aber 1609 von Johannes Kepler korrigiert. Kepler beschrieb in 3 Gesetzen, dass die Bahnen der Planeten um die Sonne Ellipsen sind.
2. Die Sonne als Stern
2.1.
Die Sonne im Sonnensystem
Seit Kepler weiß man, dass die Sonne der Mittelpunkt des Sonnensystems ist, um die in ellipsenförmigen Bahnen die 9 großen Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto kreisen, sowie eine Menge kleinerer Körper wie Kometen, Asteroiden, Meteoriten und eine etwas kleinere Menge an interplanetarem Gas und Staub.
Die Sonne beeinflusst alle diese Körper mit ihrem Schwerefeld, das heißt, dass sie alle Bewegungen der im System vorhandenen Gegenstände bestimmt. Die Sonne selber dreht sich um ihre eigene Achse.
2.2. Entstehung und Größe der Sonne
Die Sonne entstand vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren aus einer riesigen Gas- und Staubwolke, die sich unter ihrer eigenen Masse zusammenzog.
Im Kern der Sonne entwickelte sich eine sehr hohe Temperatur von 15 Mio.°C und ein unvorstellbar hoher Druck. Dadurch gab es Kernreaktionen, wobei Wasserstoffatome zu Heliumkernen verschmolzen wurden.
Durch diesen chemischen Vorgang strahlt die Sonne bis heute ununterbrochen. Wissenschaftler vermuten, dass sie noch ungefähr weitere 4,5 Milliarden Jahre "scheinen" wird.
Der Durchmesser der gesamten Sonne beträgt etwa 1392530 km, das bedeutet, dass sie 109mal größer ist als die Erde.
Die Erde ist ca. 150.000.000 Kilometer von der Sonne entfernt.
3. Aufbau der Sonne
3.
1. Chemische Zusammensetzung
Die Sonne ist eine Kugel aus heißem Gas. Wie auch die anderen Fixsterne leuchtet sie selbst und wird nicht durch andere angestrahlt. Sie besteht aus ca. 75% Wasserstoff, 23% Helium und etwa 2% schweren Elementen.
3.
2. Die Schichten der Sonne
Die Sonne ist aufgebaut aus dem Kern, der Photosphäre, der Chromosphäre und der Korona.
3.2.1. Der Kern
Der Kern hat einen Durchmesser von 350.
000 km und eine Temperatur von 50.000.000 °C. Kernreaktionen im Zentrum lassen eine unvorstellbare Energie hauptsächlich in Form von Gamma- und Röntgenstrahlen frei, die auf dem Weg durch den Sonnenkörper immer wieder absorbiert und reimmitiert werden. Es kann bis zu 107 Jahre dauern, bis die Energie an die Sonnenoberfläche kommt. Die Strahlen werden nach und nach in Ultraviolettstrahlung umgewandelt, bis aus der Photosphäre Licht austritt.
3.2.2. Die Photosphäre
Die Photosphäre ist eine Gasschicht, die etwa 400 km dick ist und den Kern umgibt. Sie besteht aus einer großen Zahl von hellen Granulen mit einem Durchmesser von ca. 1000 km.
Die Granulation entsteht durch die turbulente Bewegung der aus dem inneren der Sonne aufsteigenden Gase.
Das meiste Licht strahlt aus einer nur 100 km dicken Schicht der Photosphäre. So ist es auch zu erklären, warum wir die Sonne mit einem scharfen Rand sehen. Die Temperatur der Photosphäre beträgt 5785°C.
3.2.
3. Die Chromosphäre
Die Chromosphäre überlagert die Photosphäre und ist etwa 6000 km dick. Sie ist eine glühende Schicht, die aus Wasserstoffgas besteht.
Die Chromosphäre kann nur vor Beginn und nach dem Ende einer totalen Sonnenfinsternis für ein paar Sekunden gesehen werden. Bei einer Sonnenfinsternis stellt sich der Mond genau zwischen die Sonne und die Erde, so dass man bei einer totalen Sonnenfinsternis nur noch den leicht rosafarbenen Flaum der Chromosphähre zu sehen bekommt.
Die Chromosphäre ist viel zu schwach, um gegen die Helligkeit der unter ihr liegenden Photosphäre anzukommen.
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